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Die Cyprus Securities and Exchange Commission, kurz CySEC, ist eine der bekanntesten Aufsichtsbehörden im Forex-Bereich. Diese 2001 gegründete Organisation überwacht die Finanzlandschaft Zyperns, einschließlich des lokalen Forex-Marktes. Da Zypern zudem Mitglied der EU ist, dürfen von der CySEC lizenzierte Forex-Broker in weiten Teilen Europas tätig sein. In dieser Veröffentlichung möchten wir Tradern mit Wohnsitz in der EU helfen, mehr über die CySEC und die führenden FX-Broker zu erfahren, die ihre Zulassung erhalten haben.
Nachfolgend finden Sie eine Vergleichstabelle von Forex-Brokern, die von der Cyprus Securities and Exchange Commission (CySEC) reguliert werden. Wir bewerten sie anhand mehrerer Faktoren, darunter Regulierung, Spreads und Kommissionen, Trustpilot-Bewertung, Handelsinstrumente, Handelsplattformen sowie Ein- und Auszahlungsmethoden.
Unser Team hat alle unten aufgeführten Broker gründlich anhand der exklusiven Methodik von TradingPedia bewertet.
Adresse des Hauptsitzes: Boundary Place, 18 Rivonia Rd, Sandhurst, Johannesburg, 2196, South Africa
Um ein faires und regelkonformes Handelserlebnis zu genießen, sollten europäische Trader stets regulierte Broker wählen. Auf diese Weise können sie sicher sein, dass sie eine Plattform nutzen, die sich an strenge aufsichtsrechtliche Vorgaben hält und ihren Kunden sichere und faire Handelsbedingungen bietet. Eine dieser Aufsichtsbehörden ist die Cyprus Securities and Exchange Commission, kurz CySEC.
Cyprus Securities and Exchange Commission
Die Cyprus Securities and Exchange Commission, meist kurz CySEC genannt, ist eine der wichtigsten Finanzaufsichtsbehörden in Europa. Sie wurde 2001 gemäß Abschnitt 5 des Cyprus Securities and Exchange Commission (Establishment and Responsibilities) Law von 2001 gegründet. Es handelt sich um eine unabhängige öffentliche Aufsichtsbehörde, die dem Finanzminister einen jährlichen Tätigkeitsbericht vorlegen muss. Sämtliche Mitglieder des CySEC-Vorstands werden vom Ministerrat auf Vorschlag des Finanzministers ernannt.
Als wichtigste Finanzaufsichtsbehörde in Zypern überwacht die CySEC den Markt für Wertpapierdienstleistungen, den Wertpapiermarkt insgesamt sowie den Bereich der kollektiven Kapitalanlagen und der Vermögensverwaltung in der Republik Zypern. Sie reguliert zahlreiche Unternehmen und Märkte, darunter die Börse von Zypern und alle dort tätigen Marktteilnehmer, Wertpapierdienstleistungsunternehmen, Organismen für gemeinsame Anlagen, Anlageberater und Verwaltungsgesellschaften für Investmentfonds. Selbstverständlich überwacht die Behörde auch den Geschäftsbetrieb sämtlicher Wertpapierfirmen und Forex-Broker im Land.
Das Land galt lange Zeit als Steuerparadies, was dazu führte, dass viele europäische Broker dorthin umzogen, um von den steuerlichen Rahmenbedingungen und den liberaleren Regeln zu profitieren. Im Jahr 2004 änderte sich der aufsichtsrechtliche Rahmen auf der Insel jedoch erheblich.
In diesem Jahr trat Zypern der Europäischen Union bei und begann damit, einen großen Teil seiner Gesetzgebung an das EU-Recht anzugleichen. Davon betroffen waren auch die Finanzgesetzgebung und die CySEC-Regeln, die angepasst werden mussten, um mit den EU-Vorschriften im Einklang zu stehen. Seitdem müssen alle Broker, die eine CySEC-Lizenz anstreben, zusätzlich die strengen Vorgaben der Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID II) einhalten.
Dennoch ist Zypern für viele Unternehmen und Forex-Broker ein bevorzugter Standort, da die Rechtsordnung ein vergleichsweise einfaches Registrierungs- und Lizenzierungsverfahren bietet. Außerdem sind die Steuersätze sind hier auch deutlich attraktiver als fast überall sonst in Europa.
Wie dargestellt, dürfen in Zypern ansässige Broker ihre Dienstleistungen dank der Einhaltung der Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID II) Kunden in verschiedenen europäischen Rechtsordnungen anbieten.
Aufgaben der CySEC
Die CySEC überwacht den Betrieb der Börse von Zypern sowie aller anderen organisierten Märkte des Landes. Das bedeutet, dass sie sämtliche dort gelisteten Unternehmen, Wertpapierfirmen und weitere Intermediäre reguliert, die an Transaktionen an der Börse beteiligt sind. Die Behörde prüft zudem Anträge und erteilt geeigneten Unternehmen, einschließlich Forex-Brokern, Betriebslizenzen.
Sie ist voll befugt, das Verhalten der Lizenznehmer zu überwachen, Untersuchungen gegen mutmaßliche Täter einzuleiten, für die Aufgaben der CySEC erforderliche Informationen anzufordern und zu erhalten sowie Lizenzen auszusetzen oder zu entziehen. Darüber hinaus kann die CySEC bei festgestellten Fehlverhalten verwaltungsrechtliche und disziplinarische Sanktionen verhängen.
Insgesamt ist die Behörde für die Überwachung und Regulierung sämtlicher Marktteilnehmer und Wertpapierdienstleister in Zypern verantwortlich. Ihr Hauptziel besteht darin, sicherzustellen, dass der Wertpapiermarkt fair funktioniert und dass Anleger und Trader geschützt werden.
Richtlinien, an die sich CySEC-Broker halten müssen
Alle von der CySEC lizenzierten Forex-Broker müssen eine Reihe von Vorschriften und Richtlinien einhalten, die von den zuständigen Behörden erlassen wurden. Sie haben transparent und fair zu agieren, indem sie sich an die regulatorischen Rahmenbedingungen in Zypern und in der EU halten. Selbstverständlich werden die Richtlinien regelmäßig aktualisiert, um einen wirksamen Anlegerschutz sicherzustellen.
Unternehmen müssen eine Cyprus Investment Firm (CIF)-Lizenz erwerben, wenn sie Forex-Brokerage-Dienstleistungen anbieten möchten. Um für diese Art von Tätigkeit zugelassen zu werden, müssen sie ein Betriebskapital zwischen 50.000 € und 730.000 € vorhalten. Diese Mittel sind auf ein Bankkonto bei einem zyprischen Kreditinstitut zu überweisen.
Die Erlangung einer CIF-Lizenz ist eine relativ neue Anforderung und soll sicherstellen, dass Broker über ausreichend Kapital verfügen, um die Positionen ihrer Kunden zu halten, ohne in einem volatilen Markt Verluste zu riskieren. Die Mindestsumme hängt von der Art der Lizenz ab, für die der Forex-Broker einen Antrag stellt:
Unternehmen, die eine Basis-Broker-Lizenz beantragen, müssen ein Anfangskapital von mindestens 50.000 € nachweisen. Diese Genehmigung umfasst die Erbringung von Anlageberatung und die Verwaltung von Kundenportfolios.
Handelsmarken, die mit Kundengeldern arbeiten, müssen ein Anfangskapital von mindestens 125.000 € halten. Diese Lizenzart gilt für Straight-Through-Processing-(STP)-Broker.
Für eine Vollzulassung steigt die Anforderung an das Anfangskapital auf 730.000 €. Diese Genehmigung müssen Market Maker einholen, da sie ihnen erlaubt, als Gegenpartei aufzutreten und Geschäfte über eigene Dealing-Desks abzuwickeln.
Wenn Broker eine CySEC-Lizenz beantragen, müssen sie eine umfassende Liste aller Dienstleistungen und Produkte einreichen, die sie anbieten möchten. Außerdem haben sie der Kommission regelmäßig Finanzberichte zur Prüfung sowie einen jährlichen Abschluss vorzulegen.
Nicht zuletzt muss jeder Broker, der eine Zulassung der CySEC anstrebt, eine Reihe von Kundenschutzvorschriften erfüllen. Dazu gehören unter anderem der Schutz vor Negativsaldos für Retail-Trader, die getrennte Verwahrung von Kundengeldern und weitere Maßnahmen. Mehr über diese Sicherheiten erfahren Sie im nächsten Abschnitt.
Anlegerschutz
Neben den zahlreichen Vorschriften zu fairem Handel und Sicherheit, die jeder Inhaber einer CySEC-Lizenz befolgen muss, gibt es zusätzliche Richtlinien, die sich speziell mit dem Schutz von Anlegern befassen. Dies ist wohl der wichtigste Aspekt der Forex-Regulierung, da er sich direkt auf Kunden und deren Gelder auswirkt.
Die CySEC stellt an ihre Lizenznehmer mehrere wichtige Anforderungen. Sie sollen Kunden vor verschiedenen Missständen schützen und sie für bestimmte Arten finanzieller Verluste entschädigen:
Trennung von Kundengeldern: Forex-Broker müssen das Kapital ihrer Kunden bei erstklassigen europäischen Banken und auf segregierten Konten verwahren. Der Hauptzweck dieser Vorschrift besteht darin sicherzustellen, dass die Gelder der Anleger geschützt sind und vom Broker nicht für unautorisierte Aktivitäten verwendet werden können.
Entschädigungssystem: Die CySEC verlangt von Lizenznehmern außerdem, ihre Kunden im Falle einer Insolvenz des Brokers zu schützen. Die Unternehmen müssen sicherstellen, dass Kundengelder über den Anlegerentschädigungsfonds (Investor Compensation Fund) abgesichert sind. Der Höchstbetrag, der an entschädigungsberechtigte Trader ausgezahlt wird, beträgt 20.000 €. Der Schutz bezieht sich jedoch auf die Gesamtsumme aller Ansprüche, die ein Antragsteller gegenüber einem CySEC-lizenzierten Unternehmen und ICF-Mitglied geltend macht. Dazu gehören alle Kundenkonten, die die betreffende Person bei einem Broker halten kann.
Negativsaldoschutz: Broker, die in Zypern oder einem anderen EWR-Staat tätig sein möchten, müssen Retail-Kunden einen Schutz vor Negativsaldos bieten. Das bedeutet, dass das Kontoguthaben eines Traders nicht unter den ursprünglich eingezahlten Betrag fallen kann.
Hebelbegrenzungen: Von der CySEC regulierte Broker müssen im Retail-Handel Hebelobergrenzen einhalten. Für große Forex-Währungspaare liegt der Höchsthebel bei 1:30, während Nebenpaare, Gold und wichtige Indizes mit einem Hebel von bis zu 1:20 gehandelt werden können. Für andere Rohstoffe gilt ein Limit von 1:10. Beim Handel einzelner Aktien darf der Hebel 1:5 nicht überschreiten, und für Kryptowährungen ist er mit 1:2 noch niedriger.
Wichtig: Auch wenn die CySEC bestrebt ist, die Marktintegrität zu wahren, sollten Sie den aktuellen Lizenzstatus eines Brokers stets auf der Website der Aufsichtsbehörde überprüfen, bevor Sie Geld einzahlen. Die bloße Angabe einer Lizenznummer auf der Homepage eines Brokers ist kein ausreichender Nachweis für eine Zulassung, und gefälschte („geklonte“) Websites treten immer häufiger auf. Eine kurze Prüfung im offiziellen CySEC-Register kann Sie vor potenziellen Betrugsfällen, unerwarteten Kontobeschränkungen oder Problemen bei der Auszahlung von Gewinnen bewahren.
Trader sollten wissen, dass sie eine Beschwerde gegen einen Forex-Broker immer bei der zuständigen Stelle und in der richtigen Form einreichen müssen. Die CySEC weist jedoch darauf hin, dass sie keine Befugnis zur individuellen Rückerstattung hat, das heißt, sie untersucht keine Einzelbeschwerden.
Trotzdem können Trader ihre Beschwerden bei der Behörde einreichen, wenn sie dies wünschen. Zunächst müssen sie den von der CySEC regulierten Broker kontaktieren, der verpflichtet ist, innerhalb von fünf Tagen zu antworten. Auch wenn das Problem dadurch nicht gelöst wird, erhalten Trader zumindest eine eindeutige Referenznummer für ihre Beschwerde.
Sind sie mit der Antwort des Unternehmens nicht zufrieden, können sie ihre Beschwerde an den Financial Ombudsman weiterleiten. Diese unabhängige Institution schützt die Rechte von Kunden und Anlegern und vermittelt unter anderem bei Streitigkeiten zwischen Finanzdienstleistern und deren Kunden. Eine weitere Möglichkeit, die jedoch mit erheblichen Kosten verbunden ist und wesentlich komplexer und zeitaufwendiger sein kann, besteht darin, eine Zivilklage vor dem Bezirksgericht anzustrengen.