Beste Broker für den Handel mit dem FTSE-100-Index

Verfasst von Miro Nikolov
Miro Nikolov ist Mitbegründer von TradingPedia.com und BestBrokers.com. Seine Mission ist es, Menschen dabei zu helfen, rentable Investitionen zu tätigen, indem er ihnen Zugang zu Bildungsressourcen und Analysewerkzeugen verschafft.
, | Übersetzt von Afggen Butt
Afggen Butt ist ein erfahrener Redakteur und Übersetzer mit besonderem Fokus auf Investitionen, Finanzmärkte und Kryptowährungen. In seiner Arbeit verbindet er sprachliche Präzision mit einem ausgeprägten Verständnis für komplexe Finanzthemen, um Inhalte klar, fundiert und für ein deutschsprachiges Publikum verständlich aufzubereiten.
, | Aktualisiert:

Der Financial Times Stock Exchange 100 Index wird kurz FTSE 100 Index genannt und ist der bekannteste Aktienindex des Vereinigten Königreichs. Der FTSE 100 wurde 1984 eingeführt und ersetzte den FT30. Zu den FTSE-Mitgliedern zählen 100 der nach Marktkapitalisierung größten Blue-Chip-Unternehmen, die an der London Stock Exchange gelistet sind. Die Zusammensetzung des FTSE 100 wird vierteljährlich überprüft. Nach jeder Überprüfung scheiden einige Unternehmen aus, während andere aufgenommen werden, was sich direkt auf die Aktienkurse auswirken und für einen lebhaften Handelstag sorgen kann.

Unser Team aus erfahrenen Tradern hat mehrere regulierte und vertrauenswürdige FTSE-100-Broker getestet und eine Bestenliste der überzeugendsten Anbieter erstellt. Jede Plattform, die den Handel mit CFDs auf den FTSE 100 Index ermöglicht, erhielt eine Qualitätsbewertung anhand mehrerer Kriterien, darunter die Trustpilot-Bewertung, Regulierung, Gebühren und Provisionen, verfügbare Handelsplattformen, Kundenservice und mehr. Für Anleger in Deutschland ist zusätzlich wichtig, ob ein Anbieter EU-reguliert ist, EUR-Konten unterstützt und die ESMA-Vorgaben für Privatkunden einhält, etwa begrenzte Hebel, Margin-Close-out und Negativsaldoschutz.

  1. Plus500 US
    Bewertung: 4,2
    Dieser Inhalt gilt nur für Plus500 US und Kunden aus den Vereinigten Staaten. Der Handel mit Futures ist mit dem Risiko von Verlusten verbunden.
  2. eToro
    Bewertung: 4,2
    52 % der Konten von Kleinanlegern verlieren Geld
  3. Fusion Markets
    Bewertung: 4,8
    74–89 % der Kleinanlegerkonten verlieren beim CFD-Handel Geld
  4. FP Markets
    Bewertung: 4,9
    73,33 % der Konten von Kleinanlegern verlieren Geld
  5. Global Prime
    Bewertung: 4,7
    74–89 % der Kleinanlegerkonten für CFDs verlieren Geld
  6. Pepperstone
    Bewertung: 4,4
    73,7 % der Konten von Kleinanlegern verlieren Geld

Top FTSE 100 Trading-Broker

choosing a brokerTechnologische Fortschritte haben in den vergangenen Jahren viele Bereiche verändert, auch den Handel. In der Folge ist der Markt mit Online-Brokern stark gewachsen, und es ist nicht immer leicht, einen Anbieter zu finden, der zu Ihren Bedürfnissen passt. Dabei geht es nicht nur darum, ob ein Broker zuverlässig arbeitet, sondern auch darum, ob er zu Ihrem Handelsstil passt. Um Ihnen die Auswahl zu erleichtern, haben wir eine Auswahl von zehn vertrauenswürdigen FTSE 100 Index Trading-Brokern zusammengestellt, in der wir Informationen zu Hebel, Spreads, Gebühren, Provisionen und weiteren wichtigen Merkmalen zusammenfassen.

Der FTSE 100 ist ein Aktienindex, der in ganz Europa häufig beachtet wird. Zu den Bestandteilen des „Footsie“ – oder „UK 100“, wie er ebenfalls genannt wird – gehören die 100 Unternehmen mit der höchsten Marktkapitalisierung, die an der London Stock Exchange notiert sind. Der Index repräsentiert ungefähr 81 % der Marktkapitalisierung des Vereinigten Königreichs. Die meisten dieser Unternehmen sind multinationale Konzerne mit Sitz im Vereinigten Königreich, was bedeutet, dass der Index nicht besonders aussagekräftig für den Zustand der heimischen Wirtschaft ist, sondern stärker das internationale Geschäftsumfeld vieler britischer Großunternehmen widerspiegelt.

Die Entwicklung der 100 Unternehmen wird durch regelmäßige Überprüfungen genau verfolgt, und es werden jedes Quartal Anpassungen vorgenommen – im März, Juni, September und Dezember. Man kann mit gutem Grund sagen, dass alle vorgenommenen Änderungen den aktuellen Zustand der Unternehmen widerspiegeln, da die Bewertungsinformationen jeweils am Ende des Tages vor jeder Überprüfung ermittelt werden.

Wie der Handel mit dem FTSE 100 für Trader und Broker funktioniert

FTSE 100 TradingTrader, die mit dem FTSE 100 handeln, sollten einen wichtigen Aspekt beachten: Der aktuelle Wert des UK 100 Index wird häufig von den Wechselkursen des britischen Pfunds beeinflusst. Da viele Unternehmen im UK 100 einen erheblichen Teil ihrer Einnahmen in Fremdwährungen erzielen, können Bewegungen des Pfunds zu fallenden oder steigenden Kursen beitragen.

Das große Interesse am Handel mit dem FTSE 100 und anderen beliebten Indizes beruht vor allem darauf, dass sie breit diversifiziert sind und von Handelsbrokern häufig mit vergleichsweise niedrigen Spreads und Gebühren angeboten werden. Der Hauptgrund dafür, dass Indizes weniger einzeltitelabhängig sind als einzelne Aktien, ist ihre Streuung. Sie umfassen eine große Zahl von Aktien aus verschiedenen Branchen, wodurch starke indexweite Einbrüche weniger wahrscheinlich sind als bei einem einzelnen Unternehmen. Selbst wenn einige Unternehmen schwierige Zeiten durchmachen und ihre Aktienkurse fallen, können andere Indexbestandteile die negativen Effekte abmildern.

Möglichkeiten, den FTSE 100 Index zu handeln

Es gibt verschiedene Methoden, den UK100 zu handeln: Entweder kaufen Sie die zugrunde liegenden Aktien oder ETFs direkt, oder Sie spekulieren mithilfe von Derivaten auf die Kursbewegung des Basiswerts.

* CFDs

Das am häufigsten genutzte Derivat, das von FTSE-100-Trading-Brokern angeboten wird, ist der Contract for Difference (CFD). Er ermöglicht es Tradern, die Differenz zwischen Eröffnungs- und Schlusskurs des gehandelten Index abzurechnen. Wenn Sie einen CFD kaufen, eröffnen Sie eine Long-Position; wenn Sie ihn verkaufen, eröffnen Sie eine Short-Position. Für Privatkunden in Deutschland gelten bei großen Aktienindizes wie dem FTSE 100 in der Regel ESMA-Hebelgrenzen von bis zu 1:20; höhere Hebel sind professionellen Kunden vorbehalten.

Die anderen Möglichkeiten, mit dem UK 100 Index zu handeln, sind:

  1. Spread Betting
    Obwohl Spread Betting dem CFD-Handel sehr ähnlich ist, gibt es einige Unterschiede zwischen den beiden Derivatprodukten. Spread Betting auf den FTSE 100 Index beinhaltet den Einsatz von Spread-Wetten, also derivativen Finanzinstrumenten, um eine Long- oder Short-Position auf den Preis des Basiswerts einzugehen. Trader, die über Spread-Wetten kaufen, erwarten, dass der Kurs steigt, während Verkäufer davon ausgehen, dass er fällt. Für in Deutschland steuerpflichtige Anleger ist Spread Betting in der Praxis weniger verbreitet; die häufig genannte britische Steuerbehandlung lässt sich nicht ohne Weiteres auf Deutschland übertragen. Bei Spread-Wetten setzen Trader einen Geldbetrag pro Punkt darauf, ob der Kurs steigen oder fallen wird.
  2. Futures
    Der Handel mit dem FTSE 100 Index über Futures- oder Forward-Kontrakte ist eine weitere beliebte Möglichkeit, sich diesem Finanzinstrument auszusetzen. Käufer und Verkäufer vereinbaren, den Basiswert zu einem festgelegten Preis an einem zukünftigen Termin zu handeln, wodurch es möglich wird, über standardisierte Futures börslich oder über Forwards außerbörslich auf den Kurs des Index zu spekulieren.
  3. Optionen
    Ähnlich wie Futures sind Optionen Finanzkontrakte mit einem Verfallsdatum, zu dem Trader auf steigende oder fallende Kurse des Basiswerts setzen können. Es gibt jedoch einen wesentlichen Unterschied: Bei Optionen sind Trader nicht verpflichtet, das zugrunde liegende Geschäft auszuüben. Entscheiden sie sich dennoch dafür, müssen sie die Prämie zahlen, die den Preis der Option darstellt.
  4. Exchange Traded Funds (ETFs)
    Der Handel mit dem FTSE 100 über Exchange Traded Funds ist eine weitere Möglichkeit, sich dem Index auszusetzen. Bei diesem Ansatz nehmen Trader eine Position auf den Preis des ETF ein, statt direkt auf das aktuelle Indexniveau des FTSE 100 zu setzen.

Handelszeiten für den FTSE 100 Index

Was die Handelszeiten für den FTSE 100 betrifft, so findet der reguläre Handel von Montag bis Freitag zwischen 08:00 und 16:30 Uhr britischer Zeit statt, also in der Regel zwischen 09:00 und 17:30 Uhr deutscher Zeit. Viele Online-Trading-Broker bieten jedoch einen 24/5-Handel an, bei dem der Kundensupport im selben Zeitraum verfügbar ist.

Verwandte Themen

FTSE 100 – häufig gestellte Fragen

1. Wofür steht der FTSE 100?

Der UK 100, FTSE 100 und Footsie sind gängige Bezeichnungen für den Financial Times Stock Exchange 100 Share Index. Er umfasst 100 der nach Marktkapitalisierung bedeutendsten Blue-Chip-Unternehmen, die an der London Stock Exchange notiert sind. Für Anleger in Deutschland ist wichtig: Der Index wird in Britischen Pfund berechnet, während Ein- und Auszahlungen meist in Euro erfolgen. Dadurch kann neben der Kursentwicklung auch das Wechselkursrisiko EUR/GBP eine Rolle spielen. Beim Handel über CFDs gelten für Privatkunden in der EU zudem die ESMA-Vorgaben, etwa eine maximale Hebelwirkung von 1:20 auf große Aktienindizes.

2. Der FTSE 100 ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Index. Was bedeutet das?

Die Kursbewegung des Index wird vor allem von den größten Unternehmen im FTSE 100 bestimmt, nicht zwingend von den Aktien mit den höchsten Einzelkursen. Deshalb ist es wichtig, die Zusammensetzung des FTSE 100 und ihren Einfluss sorgfältig zu prüfen. Für Anlegerinnen und Anleger in Deutschland kommt hinzu, dass viele FTSE-100-Produkte in Pfund Sterling notieren; bei ETFs, Zertifikaten oder CFDs kann daher ein Wechselkursrisiko gegenüber dem Euro entstehen. Beim CFD-Handel gelten für Privatkunden zudem die EU-/ESMA-Vorgaben, etwa begrenzte Hebel und ein Schutz vor Nachschusspflichten.

3. Wie hoch ist die durchschnittliche jährliche Rendite des FTSE 100?

Wenn Sie versuchen, die Rendite abzuschätzen, die Sie beim Handel mit dem FTSE‑100‑Index erwarten können, sollten Sie eher einen längeren Zeitraum betrachten statt nur ein einzelnes Jahr. Laut den von IG veröffentlichten Daten (oben geprüft) betrug die annualisierte Kursrendite für den Zeitraum 1984–2019 5,77 %, die annualisierte Gesamtrendite 7,75 %. Für Anleger in Deutschland ist zusätzlich wichtig, dass der FTSE 100 in GBP notiert: Wechselkursschwankungen zum Euro sowie die steuerliche Behandlung von Dividenden und Veräußerungsgewinnen können die tatsächliche Nettorendite beeinflussen.

4. Soll ich den FTSE 100 oder den FTSE 250 handeln?

Auf diese Frage gibt es keine eindeutige Antwort, da es darauf ankommt, wonach Sie suchen. Der FTSE 100 gilt häufig als bevorzugter Index, da er die Unternehmen mit den größten Marktkapitalisierungen umfasst. Der FTSE 250 hingegen enthält mehr Aktien, deckt ein breiteres Branchenspektrum ab und kann in bestimmten Marktphasen stärker abschneiden als der FTSE 100. Weitere FTSE-Indizes sind der FTSE 350, FTSE All-Share, FTSE AIM UK 50, FTSE AIM 100 und FTSE AIM All-Share. Für Anleger in Deutschland ist zudem wichtig, ob sie den Index über ETF, Zertifikat oder CFD handeln: Viele Produkte notieren in GBP, sodass ein EUR/GBP-Währungsrisiko entsteht. Bei CFDs gelten die ESMA-Vorgaben zum Hebel und Verlustrisiko; Erträge unterliegen in der Regel der deutschen Abgeltungsteuer.

5. Welche Kriterien müssen erfüllt sein, um in den FTSE 100 aufgenommen zu werden?

Um für eine Aufnahme in den FTSE 100 in Frage zu kommen, muss ein Unternehmen in der Regel in Pfund Sterling gehandelt werden, an der LSE notiert sein und Mindestanforderungen an Streubesitz und Aktienliquidität erfüllen. Die FTSE UK Index Series verlangt seit der Indexüberprüfung im Juni 2026 grundsätzlich einen Mindeststreubesitz von 10 %, unabhängig davon, ob das Unternehmen im Vereinigten Königreich oder außerhalb davon eingetragen ist. Ausnahmen von diesen Schwellenwerten sind für Start-ups zulässig, von denen erwartet wird, dass sie die Anforderungen innerhalb von 12 Monaten nach ihrem ersten Handelstag erfüllen. Für Anleger in Deutschland ist zusätzlich wichtig: Ein Investment in FTSE-100-Werte oder entsprechende ETFs erfolgt meist mit Euro-Konto, während die Indexwerte in Pfund notieren. Dadurch kann neben dem Aktienkurs auch der GBP/EUR-Wechselkurs die Rendite beeinflussen; bei Derivaten gelten zudem die EU-Vorgaben, etwa ESMA-Beschränkungen und Produktinformationen nach PRIIPs.