- Springen zu:
- Haupttypen von Forex-Brokern
- Broker mit Dealing Desk
- STP-Broker
- ECN-Broker
- 12 wesentliche Aspekte
- Volle regulatorische Konformität
- Kontotypen
- Margin und Hebel
- Spreads und Kommissionen
- Mehrere Ordertypen
- Auftragsausführung
- Multifunktionale Handelsplattform
- Forex-Paare
- Handelsstile
- Forex-Lernhilfen
- Zahlungsmethoden
- Kundenservice
- Handelsstrategie
- Häufig gestellte Fragen
Forex verzeichnet ein durchschnittliches tägliches Handelsvolumen von mehreren Billionen USD und ist damit der größte und liquideste Finanzmarkt der Welt. Einen zentralen Marktplatz für den Devisenhandel gibt es jedoch nicht. Jeder Trader muss seinen Broker daher sorgfältig selbst auswählen.
Die gute Nachricht ist, dass zahlreiche Broker Forex-Tradern unterschiedliche Möglichkeiten und Dienstleistungen anbieten. Entscheidend ist, dass Sie eine fundierte und zu Ihrem Risikoprofil passende Wahl treffen, bevor Sie Ihre Trades platzieren.
Dieser Artikel hilft Ihnen dabei, eine fundierte Entscheidung zu treffen. Wir behandeln alles, was Sie wissen müssen – von den drei wichtigsten Brokertypen und ihren charakteristischen Merkmalen bis hin zu den gebräuchlichsten Handelsstilen im Forex.
Die 3 wichtigsten Arten von Forex-Brokern
So ungewöhnlich dieser Vergleich auch klingen mag: Forex-Broker sind ein wenig wie Restaurants. Neue Kunden betreten sie nicht und wissen sofort, was sie bestellen werden. Sie müssen sich zunächst die Speisekarte ansehen, um zu erkennen, welche Gerichte das Lokal anbietet, bevor sie eine Auswahl treffen.
Bei Brokerage-Unternehmen ist es ganz ähnlich. Auf den ersten Blick scheinen alle dieselben grundlegenden Dienstleistungen und Produkte anzubieten. Schauen Sie sich ihre „Speisekarten“ genauer an, und Sie werden schnell feststellen, dass es deutliche Unterschiede darin gibt, wie sie arbeiten.
Die Art des Brokers, für die Sie sich entscheiden, kann Ihre Forex-Erfahrung erheblich beeinflussen. Nachfolgend finden Sie die drei wichtigsten Arten von Forex-Brokern, eingeteilt nach ihrem Funktionsprinzip.
Market Maker bzw. Dealing-Desk-(DD)-Broker
Das Erste, worauf Sie achten sollten, wenn Sie einen Forex-Broker prüfen, ist, ob er über ein Dealing Desk verfügt. Dieser Begriff stammt aus den frühen Tagen des Finanzhandels, als Institute tatsächliche Handelsschalter mit Analysten und Händlern betrieben, die sämtliche Handelsaktivitäten abwickelten.
Ein Dealing-Desk-(DD)-Broker nimmt Orders seiner Kunden an, ohne sie zwingend unmittelbar am zugrunde liegenden Markt weiterzuleiten. Er stellt seiner Kundschaft Liquidität zur Verfügung und verdient an den Spreads zwischen Geld- und Briefkurs, die er in die Trades einpreist.
Solche Broker werden Market Maker genannt, weil sie im wörtlichen Sinne Märkte für ihre Kunden schaffen und so zur Liquidität im Forex-Handel beitragen. Ein Market Maker nimmt häufig die Gegenseite zum Trade seines Kunden ein. Das kann wie ein Interessenkonflikt wirken, muss aber nicht zwangsläufig problematisch sein.
Derartige Broker stellen ihre eigenen Marktpreise, geben Geld- und Briefkurse an Trader weiter und führen deren Orders aus. Sie können mit festen Spreads arbeiten, weil die Kurse externer Liquiditätsanbieter für Market Maker nicht in jedem Fall unmittelbar maßgeblich sind. Auch einzelne Kundenentscheidungen sind in diesem Modell weniger relevant, da Kunden keinen direkten Zugang zu den tatsächlichen Interbank-Kursen haben.
Das sollte Sie jedoch nicht automatisch beunruhigen. Zwischen Market Makern herrscht ein intensiver Wettbewerb, sodass die von ihnen gestellten Preise den Interbank-Kursen häufig sehr nahekommen. Hier ein Beispiel dafür, wie der Handelsprozess grundsätzlich funktioniert.
Angenommen, Sie geben bei einem Market Maker eine Kauforder für das Währungspaar GBP/USD über 100.000 Einheiten auf. Um diese Kauforder auszuführen, muss der Market Maker sie zunächst mit einer Verkaufsorder eines anderen Kunden abgleichen. Alternativ kann er Ihren GBP/USD-Trade an einen Liquiditätsanbieter weiterreichen, der solche Vermögenswerte kauft und verkauft.
Dies hilft, das Risiko für den Market Maker zu reduzieren, da er am Spread zwischen Geld- und Briefkurs verdient, ohne tatsächlich die Gegenseite der GBP/USD-Position dauerhaft einzugehen. Dieser Prozess wird als Hedging bezeichnet. Gelingt es dem Market Maker jedoch nicht, Ihre Order zu matchen, bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich gegen Ihre Position abzusichern.
Straight-Through-Processing-(STP)-Broker
Die zweite große Kategorie umfasst No-Dealing-Desk-(NDD)-Broker. Wie der Name bereits sagt, verfügen solche Brokerhäuser über kein Dealing Desk, sondern treten als Vermittler zwischen Tradern und anderen Marktteilnehmern wie Banken, Hedgefonds, Investmentfonds, anderen Kunden oder weiteren Brokern auf.
Hedging ist in diesem Fall in der Regel nicht erforderlich, da NDD-Broker ihre Kurse von Interbanken- oder Liquiditätsnetzwerken beziehen. Die Orders der Kunden werden direkt mit den oben genannten Liquiditätsanbietern verknüpft. NDD-Broker berechnen ihren Tradern meist geringe Kommissionen beim Eingehen einer Position oder kalkulieren einen Aufschlag ein, indem sie den Spread leicht ausweiten.
Es gibt zwei Arten von NDD-Brokern. Die erste ist das Straight-Through-Processing-(STP)-Modell. Solche Broker arbeiten mit mehreren Liquiditätsanbietern zusammen, die direkten Zugang zum Interbankenmarkt haben. Dementsprechend legt jeder Liquiditätsanbieter seine eigenen Geld- und Briefkurse fest.
Hier ein Beispiel, wie das funktioniert. Nehmen wir an, Ihr STP-Broker ist mit drei verschiedenen Liquiditätsanbietern verbunden, die jeweils unterschiedliche Kurse für das Paar GBP/USD stellen, etwa wie folgt:
| Liquiditätsanbieter | Geldkurs | Briefkurs |
|---|---|---|
| Anbieter 1 | 1,3998 | 1,4001 |
| Anbieter 2 | 1,3999 | 1,4001 |
| Anbieter 3 | 1,4000 | 1,4002 |
Das System des STP-Brokers ordnet die Kurse seiner drei Liquiditätsanbieter in aufsteigender Reihenfolge, also von den besten zu den weniger attraktiven Preisen. In diesem Beispiel ist der attraktivste Geldkurs 1,4000, weil ein Trader möglichst teuer verkaufen möchte. Der ideale Briefkurs ist 1,4001, weil er möglichst günstig kaufen will. Der beste Spread in diesem Fall wäre also 1,4000/1,4001, also eine Differenz von 1 Pip.
Diesen Spread wird Ihnen der STP-Broker jedoch nicht zwingend eins zu eins anbieten. Stattdessen fügt er als Vergütung einen kleinen Aufschlag hinzu, der häufig fest kalkuliert ist. Gehen wir davon aus, dass seine Richtlinie einen festen Aufschlag von 1 Pip vorsieht, würde er Ihnen einen Kurs von 1,3999/1,4002 stellen.
Auf diese Weise würde sich der Spread von 1 Pip für Sie auf 3 Pips erweitern. Akzeptieren Sie diese Kurse und kaufen eine Lotgröße von 100.000 Einheiten, leitet der STP-Broker Ihre Order entweder an Liquiditätsanbieter 1 oder an Liquiditätsanbieter 2 weiter.
Akzeptiert einer von ihnen die Order, haben Sie eine Long-Position in GBP/USD zum Briefkurs von 1,4002, während Ihr Liquiditätsanbieter eine Short-Position zum Geldkurs von 1,4001 hält. Das STP-Brokerhaus verbucht dank des Aufschlags einen Gewinn von 1 Pip. Diese Anpassungen der Geld- und Briefkurse sind ein wesentlicher Grund dafür, dass die meisten STP-Broker variable statt fester Spreads anbieten.
Beachten Sie, dass ein STP-Broker als Market Maker auftreten kann, wenn er auf dem Interbankenmarkt keinen Kontrahenten für Ihre Order findet. In diesem Fall gleicht der Broker Ihren Trade innerhalb seines eigenen Kundenbestands ab oder nimmt eine Ihrem Trade entgegengesetzte Position ein.
Electronic-Communication-Network-(ECN)-Broker
Electronic-Communication-Network-(ECN)-Broker fallen ebenfalls in die Kategorie der NDD-Broker. Der Unterschied besteht darin, dass sie die Orders ihrer Kunden mit denen anderer Teilnehmer im elektronischen Kommunikationsnetz zusammenführen.
Bei diesen Teilnehmern kann es sich um Banken, andere Retail-Trader, Hedgefonds und weitere Brokerhäuser handeln. Sie alle handeln gegeneinander, indem sie ihre eigenen Geld- und Briefkurse stellen. Aus diesem Grund nehmen ECN-Broker grundsätzlich keine Positionen ein, die den Positionen ihrer Trader entgegengesetzt sind. Findet der Broker zu dem jeweils gestellten Kurs kein Geschäft, sendet er dem Trader entweder eine Requote oder weist die Order vollständig zurück.
Das Trading über einen ECN-Broker kann eine höhere Anfangsinvestition erfordern, da viele dieser Marktteilnehmer mit größeren Lots handeln. Die erforderlichen Mindesteinlagen liegen je nach Anbieter häufig zwischen 1.000 und 50.000 €.
Ein weiterer Unterschied ergibt sich daraus, dass ECN-Broker ihren Kunden Zugang zur Markttiefe (Depth of Market) gewähren, die anzeigt, wo die Geld- und Brieforders der anderen Teilnehmer liegen. Da es unter diesen Umständen schwieriger ist, einen festen Aufschlag auf Trades zu erheben, berechnet ein ECN-Broker in der Regel zusätzlich eine kleine Kommission.
12 wesentliche Merkmale eines guten Forex-Brokers
Die Suche nach einem geeigneten Forex-Broker wird durch die Vielzahl an Möglichkeiten, vor denen Trader stehen, zusätzlich erschwert. Es gibt Hunderte, wenn nicht Tausende von Brokern im Internet. Um es Ihnen leichter zu machen, finden Sie hier zwölf Punkte, die Sie bei der Wahl Ihres Forex-Brokers berücksichtigen sollten.
Umfassende Regulierung und Compliance
Die Einhaltung regulatorischer Vorgaben ist einer der ersten und wichtigsten Aspekte, die Sie prüfen sollten. Für Trader in Deutschland ist vor allem relevant, ob ein Broker von der BaFin beaufsichtigt wird oder im Rahmen des europäischen Passports unter MiFID II Dienstleistungen in Deutschland anbieten darf.
Aufsichtsbehörden handeln im Interesse der Anleger. Sie sollen Kunden vor betrügerischen Unternehmen schützen und für ein faires Marktumfeld sorgen. Das Problem bei Devisenregulierungen ist jedoch, dass sie sich von Rechtsraum zu Rechtsraum deutlich unterscheiden. Jedes Land hat seine eigene Finanzaufsicht, die mit der Überwachung des Forex-Handelssektors betraut ist.
- Der britische Forex-Markt wird von der Financial Conduct Authority (FCA) und der Prudential Regulation Authority (PRA) überwacht. Nach dem Brexit ist eine FCA-Lizenz für deutsche Kunden jedoch kein Ersatz für eine EU- oder BaFin-konforme Zulassung. Kundengelder werden auf segregierten Konten verwahrt.
- Der Markt in Australien wird von der Australian Securities and Investments Commission (ASIC) beaufsichtigt. ASIC hat für Retail-Kunden ähnliche Beschränkungen bei Hebel, Risikohinweisen und bestimmten Hochrisikoprodukten eingeführt.
- Kanadische Forex-Broker müssen die Vorschriften der Canadian Investment Regulatory Organization (CIRO) einhalten. CFD-Handel ist in Kanada erlaubt, jedoch gibt es Beschränkungen für den maximalen Hebel, den Retail-Kunden nutzen dürfen.
- Die Forex-Märkte in der EU werden von der European Securities and Markets Authority (ESMA) im Rahmen von MiFID II und MiFIR reguliert. Für deutsche Privatkunden gelten unter anderem Hebelobergrenzen von 1:30 für Hauptwährungspaare, Negativsaldoschutz, Margin-Glattstellungsschutz und standardisierte Risikohinweise.
- Die Devisenbranche Frankreichs wird von der Autorité des marchés financiers (AMF) überwacht. Die Behörde hat ihren regulatorischen Rahmen an die Vorgaben der ESMA angepasst und den Hebel für Retail-Kunden auf 1:30 begrenzt.
- Der Forex-Handel in Japan unterliegt der Aufsicht der dortigen Financial Services Agency (FSA). Japanische Kunden, die auf Margin handeln, müssen sich an eine der niedrigsten Hebelobergrenzen der Welt halten. Der Höchsthebel beträgt 1:25 für Hauptwährungspaare.
Vielseitige Auswahl an Kontotypen
Achten Sie vor der Wahl eines Brokers genau auf die angebotene Palette an Kontotypen. Ein guter Broker stellt seinen Kunden in der Regel mehrere Kontotypen zur Auswahl, um den Bedürfnissen unterschiedlicher Trader gerecht zu werden.
Die Kontotypen orientieren sich üblicherweise am Erfahrungsstand der Kunden, ihrem Trading-Stil und dem Volumen, das sie handeln möchten. Professionelle Konten haben beispielsweise häufig höhere Obergrenzen für den maximalen Hebel, erfordern aber umfangreiche Fachkenntnisse, Erfahrung und eine gesonderte Einstufung.

Interessierte Kunden müssen häufig einen Fragebogen ausfüllen, damit der Broker beurteilen kann, ob sie über ausreichende Erfahrung verfügen, um größere Volumina mit höherem Hebel professionell zu handeln. Für solche Konten sind die Mindesteinzahlungen höher – ebenso wie die gehandelten Lots.
Forex-Anfänger können dagegen von Mini- oder Micro-Konten profitieren, bei denen sie mit einer sehr kleinen Anfangsinvestition mit dem Trading beginnen können. Konten können sich auch in der Art der Orderausführung unterscheiden, wobei das ECN-Konto ein gängiges Beispiel ist.
Demokonten sind in der Regel ebenfalls verfügbar, sodass Kunden die Plattform des Brokers ausprobieren können. Sie eignen sich auch gut, um neue Strategien zu testen, da Sie mit virtuellem Guthaben statt mit echtem Geld handeln.
Margin und Hebelwirkung
Allen Forex-Tradern stehen je nach Rechtsraum und Broker unterschiedliche Hebelobergrenzen zur Verfügung. Der Hebel kann von 1:2 bis 1:1.000, manchmal sogar höher reichen. Die Obergrenzen unterscheiden sich in der Regel je nach Volatilität der jeweiligen Anlageklasse.
Der Hebel ist im Grunde eine Form von Kredit, den Ihnen Ihr Broker einräumt. Er ermöglicht es Ihnen, mit einer relativ kleinen Anfangsinvestition größere Beträge zu handeln. Bei einem Hebel von 1:50 können Sie beispielsweise mit einem Kontostand von 1.000 € ein Handelsvolumen von 50.000 € bewegen.
Denken Sie daran, den Hebel mit Vorsicht zu nutzen. Er kann Ihre Gewinne aus kleinen Investitionen erheblich steigern, aber auch dazu führen, dass Ihre Verluste schnell wachsen. Für deutsche Privatkunden begrenzen ESMA-Vorgaben den Hebel bei Hauptwährungspaaren in der Regel auf 1:30.
Wählen Sie einen Broker, dessen Hebelobergrenzen zu dem Handelsvolumen passen, das Sie einsetzen möchten. Der von Ihnen genutzte Hebel sollte auch mit Ihrer individuellen Risikotoleranz übereinstimmen. Professionelle Trader entscheiden sich häufig für Broker mit höheren Obergrenzen für den maximalen Hebel, während Retail-Kunden in der Regel mit niedrigeren Hebelstufen arbeiten sollten.
Enge Spreads und niedrige bzw. keine Kommissionen
Als Nächstes stehen Spreads und Kommissionen auf der Liste. Alle Broker verdienen entweder an den in die Geld- und Briefkurse eingepreisten Spreads oder daran, dass sie Kommissionen auf Ihre Trades erheben. Es gibt auch Unternehmen, die keine festen Kommissionen berechnen, dies aber durch höhere Spreads ausgleichen.
Spreads sind je nach Marktvolatilität entweder fest oder variabel. Angenommen, das Paar GBP/EUR wird beispielsweise mit einem Geld-/Briefkurs von 1,1535/1,1539 notiert, was einem Spread von 4 Pips entspricht.
Kauft ein Marktteilnehmer das Paar also zu 1,1539, ist der Wert dieser Position bereits um 4 Pips gefallen, da sie sofort nur zu einem Kurs von 1,1535 wieder verkauft werden könnte.
Die Faustregel lautet: Je größer der Spread, desto schwieriger wird es, einen Trade profitabel abzuschließen. Auch die Handelshäufigkeit eines bestimmten Forex-Paares spielt eine Rolle. Typischerweise weisen Majors wie EUR/USD, EUR/GBP oder GBP/USD deutlich engere Spreads auf als Exoten wie etwa MXN/TRY.
Wie in der Schule ist es wichtig, seine Hausaufgaben zu machen und die Kosten bei verschiedenen Brokern zu vergleichen. Sinnvoll ist ein Anbieter, dessen Gebührenmodell zu Ihrer Handelsfrequenz, Ihrem Kontovolumen und Ihrem bevorzugten Markt passt und der transparente Kommissionen sowie wettbewerbsfähige Spreads bietet.
Mehrere Ordertypen
Gute Broker am Forex-Markt unterstützen mehrere Ordertypen, wobei einige der gängigsten Varianten Market Orders, Limit Orders und Stop-Orders sind. Nachfolgend erklären wir jeden Typ kurz.

- Die Market Order ist wahrscheinlich der grundlegendste und am weitesten verbreitete Ordertyp im Forex-Trading. Mit dieser Order treten Sie sofort zum derzeit besten verfügbaren Preis in den Markt ein. Beachten Sie, dass es mitunter zu einer Abweichung zwischen dem Preis kommen kann, zu dem Sie die Order aufgeben, und dem endgültigen Ausführungskurs.
- Die Stop-Order wird zu einer Market Order, sobald ein Währungspaar einen bestimmten Verkaufs- oder Kaufpreis erreicht. Sie können sie nutzen, um eine neue Position zu eröffnen oder eine bestehende zu schließen. Es gibt zwei Unterarten von Stop-Orders. Die erste ist die Buy-Stop-Order, bei der Sie in den Markt eintreten, sobald der Preis Ihr angegebenes Niveau erreicht oder übersteigt. Die zweite ist die Sell-Stop-Order, bei der Sie ein Forex-Paar verkaufen, wenn dessen Preis Ihr festgelegtes Niveau erreicht oder unterschreitet.
- Eine Limit-Order wird ausgeführt, wenn Sie eine neue Position eröffnen oder eine bestehende schließen möchten, jedoch nur zu einem vorab bestimmten Preis oder besser. Entsprechend gibt es Limit-Buy- und Limit-Sell-Orders.
Schnelle Orderausführung
Die Geschwindigkeit der Orderausführung ist besonders wichtig für Trader, die Daytrading betreiben und Market Orders platzieren. Ihr Broker sollte Orders zügig und zu fairen, nachvollziehbaren Preisen ausführen.
Ist die Orderausführung langsamer, können sich die Kurse um einige Pips bewegen, bevor der Broker die Order ausführt, was Ihre Chancen auf einen profitablen Trade verringert. Die durchschnittliche Ausführungsgeschwindigkeit bei leistungsstarken Forex-Brokern kann im Millisekundenbereich liegen.
Funktionsreiche Handelsplattform
Im Forex-Bereich erfolgen Handelsaktivitäten in der Regel über die Handelsplattformen der Broker. Gute Broker in dieser Branche stellen ihren Kunden intuitive, aber dennoch funktionsreiche Plattformen zur Verfügung – am weitesten verbreitet sind MetaTrader 4 und MetaTrader 5.
Wenn Sie einen Forex-Broker auswählen, sollten Sie unbedingt prüfen, welche Funktionen seine Plattform unterstützt. Zu den wichtigen Features gehören Chart- und technische Analysetools, automatisiertes Trading, Echtzeitkurse, Anpassungsmöglichkeiten, mehrere Zeitrahmen, Trading direkt aus dem Chart, verschiedene Ausführungsarten und Backtesting. Deutschsprachige Menüs, Dokumente und Risikohinweise sind für viele Kunden in Deutschland ebenfalls ein Vorteil.
Große Auswahl an Forex-Paaren und Finanzinstrumenten
Früher oder später werden Sie möglicherweise über eine Diversifikation Ihres Portfolios nachdenken. Daher ist es wichtig, einen Broker zu finden, der eine breite Auswahl an Währungspaaren über Minors, Majors und Exoten hinweg anbietet.
Gute Forex-Broker bieten häufig mehr als 50 Währungspaare sowie eine Vielzahl anderer Finanzinstrumente an, darunter Aktien, Indizes, Anleihen, Futures, Optionen, Kryptowährungen und Rohstoffe. Bei Krypto-Angeboten sollten deutsche Anleger genau unterscheiden, ob sie echte Coins, ETPs oder gehebelte Krypto-CFDs handeln. Die Möglichkeit, in mehreren Märkten zu investieren, kann aus Sicht erfahrener Trader sinnvoll sein.
Keine Einschränkungen bei Handelsstilen
Gute Broker schränken ihre Kunden in Bezug auf Handelsstile möglichst wenig ein. Bei der Wahl eines Brokers sollten Sie Ihren eigenen Trading-Stil berücksichtigen, einschließlich Ihrer Handelsfrequenz und der Dauer Ihrer Trades (langfristig versus kurzfristig).
Wenn Sie beispielsweise Scalping betreiben, wählen Sie einen Broker, der diese Technik erlaubt und eine dafür geeignete Ausführung bietet. Bevorzugen Sie Daytrading, sollten Merkmale wie hohe Geschwindigkeit, enge Spreads und Zuverlässigkeit im Vordergrund stehen.
Forex-Schulungs- und Lernangebote
Die Verfügbarkeit von Lern- und Schulungsangeboten ist ein Merkmal von Brokern, die Wert auf informierte Kunden legen. Bildungsmaterialien sind insbesondere für Forex-Anfänger von Vorteil und können ihre Lernkurve deutlich verbessern.
Für Einsteiger ist es entscheidend, ein solides Verständnis der Trading-Terminologie zu erlangen, sodass ein Broker mit seriösen Bildungsangeboten oft die bessere Wahl ist. Einige Forex-Broker bieten spezielle Schulungskurse an, andere stellen ausführliche Erklärvideos bereit oder veranstalten spezialisierte Online-Webinare, an denen Sie kostenlos teilnehmen können. Eine fundierte Ausbildung kann Tradern helfen, Risiken besser einzuschätzen und typische Anfängerfehler zu vermeiden.
Vielfältige Einzahlungs- und Auszahlungsmöglichkeiten
Es ist vorteilhaft, bei Zahlungen eine ausreichende Auswahl zu haben. Wenn Sie einen Forex-Broker auswählen, sollten Sie unbedingt prüfen, welche Methoden er für Ein- und Auszahlungen unterstützt. Zu den gängigsten Optionen zählen SEPA-Überweisungen, Kredit- und Debitkarten sowie Online-Banking.
Viele Broker akzeptieren außerdem Zahlungen über beliebte E-Wallets wie PayPal, Skrill, WebMoney und Neteller. Für Kunden in Deutschland sind EUR-Konten, transparente Umrechnungsgebühren und nachvollziehbare Auszahlungsprozesse besonders wichtig.
Ebenso wichtig ist es, die Transaktionskosten und Bearbeitungszeiten der Broker zu prüfen, die Sie in Betracht ziehen. Manche Unternehmen bearbeiten Zahlungen schneller als andere, und gute Broker berechnen ihren Kunden nur selten Gebühren für Geldtransfers.
Trader, deren Live-Konten über einen bestimmten Zeitraum (typischerweise drei bis zwölf Monate) inaktiv bleiben, müssen normalerweise geringe monatliche Wartungsgebühren zahlen. Wenn Sie planen, auf Margin zu handeln und Ihre Positionen zu hebeln, empfehlen wir Ihnen, ein Unternehmen zu wählen, das einen Schutz vor Negativsalden bietet.
Ein zuverlässiger und gut regulierter Broker wird zwangsläufig eine Politik getrennter Konten verfolgen. Das bedeutet, dass Kundengelder auf separaten Konten gehalten werden, um sie zu schützen, falls das Handelsunternehmen insolvent wird.
Schneller und effizienter Kundensupport
Der Kundenservice ist ein weiterer Aspekt, den Sie berücksichtigen sollten. Forex-Trading findet in der Regel 24 Stunden am Tag von Montag bis Freitag statt, sodass der von Ihnen gewählte Broker einen gut erreichbaren Support anbieten sollte.
Das Personal sollte zudem professionell sein, damit Kunden keine Schwierigkeiten in der Kommunikation haben. Wenn Sie einen potenziellen Broker in Betracht ziehen, testen Sie den Kundenservice kurz per Chat, E-Mail oder Telefon – das sagt viel über das Unternehmen aus.
Die Kompetenz der Support-Mitarbeiter bei der Bearbeitung von Konto- oder Technikfragen ist ebenso wichtig wie die Performance der Broker bei der Orderausführung. Viele große Unternehmen bieten mehrsprachigen Kundensupport per E-Mail, Live-Chat und Telefon. Wenn Sie zum ersten Mal ein Handelskonto eröffnen, kann Sie das Support-Team durch den Registrierungsprozess führen.
Ihr Handelsstil muss berücksichtigt werden
Die Handelsstrategie, die Sie einsetzen möchten, kann Ihnen bei der Auswahl eines Forex-Brokers helfen. Strategien und Handelsstile basieren typischerweise darauf, wie lange ein Trader Positionen offen hält, wie häufig er neue eröffnet und wie er seine Markt-Ein- und Ausstiege timt.
Langfristig orientierten Positionstradern, die nur selten neue Positionen eröffnen, wird beispielsweise geraten, Broker zu wählen, die viele Informationen, Wirtschaftskalender und geeignete Lernwerkzeuge bereitstellen. Solche Trader benötigen nicht unbedingt Broker mit besonders engen Spreads, da sie nicht so häufig handeln.
Kunden dagegen, die aktiv mit kurzfristigen Positionen handeln, reagieren wesentlich empfindlicher auf die Höhe des Spreads. Im Folgenden stellen wir fünf der gängigsten Handelsstile kurz vor. Prüfen Sie, ob Sie sich darin wiedererkennen.
- Daytrading ist ein beliebter Stil, bei dem Trader ihre Positionen innerhalb desselben Tages schließen, an dem sie sie eröffnet haben. Innerhalb von 24 Stunden werden mehrere Währungen gekauft und verkauft. Zwar kann Daytrading eine breite Palette von Strategien umfassen, der Hauptvorteil besteht jedoch darin, dass man das zusätzliche Risiko vermeidet, Positionen über Nacht zu halten. Forex-Broker mit sehr engen Spreads eignen sich besonders für solche aktiven Trader.
- Scalping ist ein weiterer kurzfristiger Stil, den Trader anwenden, die Währungspaare aktiv handeln. Ziel ist es, kleine, aber regelmäßige Gewinne zu erzielen, indem man schnell in den Forex-Markt ein- und wieder aussteigt. Scalper verlassen sich auf feine Kursbewegungen. Eine passende Ausstiegsstrategie ist in diesem Fall von großer Bedeutung; ein größerer Verlust könnte die zuvor erzielten kleinen Gewinne vollständig auslöschen. Enge Spreads sind aus Sicht eines Scalpers äußerst wünschenswert.
- Swing-Trading ist ein momentumorientierter Handelsstil, bei dem ein Trader günstig kauft und teuer verkauft. Positionen werden für kurze oder längere Zeit gehalten, in der Regel jedoch nicht länger als einige Tage, Wochen oder Monate. Swing-Trader verlassen sich häufig auf Instrumente der technischen Analyse, um Trends und Muster in den Forex-Kursbewegungen zu erkennen. Einige bevorzugen eine Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse.
Wenn Sie Swing-Trading planen, sind Sie mit einem Broker gut aufgestellt, dessen Plattform eine breite Palette technischer Indikatoren unterstützt. Unterstützungs- und Widerstandsniveaus sind für Swing-Trader ebenfalls wichtig. Enge Spreads sind hier weniger entscheidend, da solche Trader seltener Positionen eröffnen.
- Trend-Trading ist im Grunde genau das, was der Name vermuten lässt. Trends werden beobachtet, wenn sich die Kurse von Währungspaaren über einen längeren Zeitraum hinweg in eine Richtung bewegen – nach oben oder nach unten. Das Ziel eines Trend-Traders besteht darin, dieses Momentum auszunutzen. Solche Trader setzen häufig Trailing-Stop-Orders ein, um ihre Gewinne zu schützen. Größere Spreads sind hier weniger problematisch, da diese Trader nur gelegentlich Positionen eröffnen.
- Das Sprichwort „Keine Nachrichten sind gute Nachrichten“ trifft auf den Forex-Handel nicht zu. Meldungen führen zu Kursbewegungen von Währungen und tragen zur Marktvolatilität bei. Nachrichten sind so wichtig, dass daraus ein eigener Stil entstanden ist, das sogenannte News-Trading. Dabei nutzt man die Volatilität, die durch wichtige Nachrichtenveröffentlichungen entsteht. News-Trader bevorzugen Broker, die gute Finanznachrichten-Feeds und umfangreiche Wirtschaftskalender bereitstellen.