Futures-Broker

Verfasst von Miro Nikolov
Miro Nikolov ist Mitbegründer von TradingPedia.com und BestBrokers.com. Seine Mission ist es, Menschen dabei zu helfen, rentable Investitionen zu tätigen, indem er ihnen Zugang zu Bildungsressourcen und Analysewerkzeugen verschafft.
, | Übersetzt von Afggen Butt
Afggen Butt ist ein erfahrener Redakteur und Übersetzer mit besonderem Fokus auf Investitionen, Finanzmärkte und Kryptowährungen. In seiner Arbeit verbindet er sprachliche Präzision mit einem ausgeprägten Verständnis für komplexe Finanzthemen, um Inhalte klar, fundiert und für ein deutschsprachiges Publikum verständlich aufzubereiten.
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Futures sind komplexe Finanzinstrumente, mit denen weniger erfahrene Anleger anfangs möglicherweise Schwierigkeiten haben. Sie sind jedoch einfacher, als es scheint, und ihr Handel erfordert keine jahrelange Erfahrung an den Aktien- und Finanzmärkten. Um Futures-Kontrakte gewinnbringend zu handeln, benötigen Anleger einen guten, professionellen Futures-Broker.

Futures-Broker verlangen keine standardisierten Gebühren und Provisionen, daher sollten Anleger verschiedene Angebote prüfen, bevor sie sich für ein Brokerhaus entscheiden. Einige Broker bieten Beratung, Research sowie Zugang zu Statistiken und zusätzlichen Daten, während andere lediglich eine Handelsplattform mit grundlegenden Charts und Kursen zur Verfügung stellen. Um den am besten geeigneten Broker auszuwählen, sollten Anleger zunächst die Grundlagen von Futures-Kontrakten verstehen: wie sie funktionieren, wie sie gehandelt werden und welche Chancen und Risiken damit verbunden sind.

Die 9 besten Futures-Broker

Was ist der Terminmarkt?

what-is-futures-marketEin Futures-Kontrakt, kurz auch Futures genannt, ist ein derivates Finanzinstrument, das an Börsen gehandelt wird und allen institutionellen und privaten Anlegern, Spekulanten und Hedgern offensteht. Der Futures-Kontrakt ist ein standardisierter Vertrag über den Kauf einer bestimmten Menge eines Basiswerts oder nahezu jedes Finanzinstruments zu einem festgelegten Preis und einem bestimmten Termin in der Zukunft. Einfach ausgedrückt ist dies ein Vertrag zwischen zwei Parteien, die zum Beispiel den Preis und die Lieferung eines Rohstoffs in der Zukunft absichern möchten.

Der Terminmarkt besteht aus verschiedenen Terminbörsen auf der ganzen Welt, von denen einige als Abteilungen größerer Aktienbörsen entstanden sind. Zu den größten und wichtigsten Terminbörsen gehören die New York Mercantile Exchange (NYMEX), die sich auf den Handel mit Rohstoff-Futures konzentriert, und die London International Financial Futures and Options Exchange (LIFFE). Die weltweit größte Aktien-Futures-Börse gemessen am Handelsvolumen ist die National Stock Exchange of India (NSE) in Mumbai, gefolgt von der JSE Limited in Südafrika. Die JSE Limited ist die größte und älteste bestehende Wertpapierbörse Afrikas.

Wie funktionieren Futures?

Mit einem Futures-Kontrakt sichern sich Händler einen bestimmten Preis und schützen sich vor möglichen Preisschwankungen in der Zukunft. So könnte beispielsweise ein Futures-Kontrakt auf Flugbenzin zwischen einer Fluggesellschaft und einem Treibstoffhändler abgeschlossen werden – die beiden Parteien einigen sich auf eine bestimmte Menge, einen Preis und ein Lieferdatum. Eine Million Gallonen Treibstoff würden zu 4 $ pro Gallone verkauft, und der Treibstoff würde nach 60 Tagen geliefert.

Wie Sie sehen, legen Futures in der Regel alle wichtigen Parameter des Vertrags fest:

  • die Menge der zu liefernden oder abzusichernden Ware
  • die Maßeinheit
  • das konkrete Lieferdatum (mit oder ohne physische Lieferung)
  • der Preis sowie die Währung und die Währungseinheit
  • die Art der Abwicklung – physische Lieferung, Barausgleich usw.
  • die Qualität oder die genaue Art der gehandelten Ware

Normalerweise werden Futures von zwei Arten von Marktteilnehmern gehandelt – Hedgern und Spekulanten. Die Parteien in unserem Treibstoffbeispiel sind Hedger, die sich auf die physische Lieferung des Basiswerts einigen. Hedger sind in der Regel Produzenten oder Verbraucher eines bestimmten Rohstoffs. Viele Händler am Markt sind jedoch Spekulanten – sie kaufen und verkaufen einfach Futures-Kontrakte und profitieren von Veränderungen im Preis der Kontrakte selbst. Da Spekulanten die Ware tatsächlich weder liefern noch beziehen wollen, müssen sie ihre Positionen vor Ablauf des Kontrakts schließen.

Um Zugang zum Markt für Futures-Kontrakte zu erhalten, benötigen Händler die Dienste von Futures-Brokern. Dabei handelt es sich teilweise um Brokerhäuser, die sich auf den Handel mit diesem speziellen Finanzinstrument spezialisiert haben. Es gibt aber auch einige Forex-Broker, die Futures auf Rohstoffe, Aktien, Metalle usw. anbieten. Bei der Suche nach einem Futures-Broker sollten Anleger prüfen, ob das Unternehmen die konkreten Märkte abdeckt, für die sie sich interessieren.

Ein weiterer wichtiger Teilnehmer im Futures-Handel ist das Clearinghaus, ein Finanzinstitut, das den Handel mit Futures-Kontrakten überwacht. Das Clearinghaus garantiert, dass der Kontrakt erfüllt wird, selbst wenn eine der Parteien ihre zuvor eingegangenen Verpflichtungen nicht erfüllt. Das Clearinghaus tritt bei jedem Futures-Geschäft als Gegenpartei auf – es fungiert beim Verkauf als Käufer und beim Kauf als Verkäufer.

Margin und Hebel

margin-requirementsDer Handel mit Futures erfolgt über Positionen mit Hebel, was bedeutet, dass Anleger ihr Kapital optimieren, um Positionen zu eröffnen, die sie sich sonst nicht leisten könnten. Der Hebel ist das Kapital, das beim Broker geliehen wird, um eine Position zu eröffnen – beträgt der angebotene Hebel zum Beispiel 1:10, erlaubt der Broker dem Anleger, einen Trade mit einem Kapitaleinsatz zu eröffnen, der bis zum 10‑Fachen seiner Einlage reicht. Im Aktienhandel und am Terminmarkt wird dies als Margin-Handel bezeichnet.

Der Hebel greift erst, nachdem der Anleger einen bestimmten Geldbetrag eingezahlt hat; diese Einzahlung wird als Margin bezeichnet. Die Margin ist die Sicherheitsleistung, die Anleger hinterlegen müssen, um das Risiko abzudecken. Clearinghäuser und Broker verlangen von ihren Kunden eine Margin, die in der Regel einem Prozentsatz des Preises des Futures-Kontrakts entspricht.

Clearinghäuser oder Broker erheben in der Regel zwei Arten von Margin, von denen eine die Anfangsmargin (Initial Margin) ist, also die Einzahlung, die Anleger leisten müssen, um mögliche künftige Verluste abzudecken. Die andere Art ist die Mark-to-Market-Margin; sie entspricht der Differenz zwischen den Anschaffungskosten der vom Anleger gehaltenen Position und deren aktuellem Marktwert. Häufig verlangen Broker zusätzlich eine Erhaltungsmargin (Maintenance Margin).

Wie Sie einen Futures-Broker auswählen

how-to-chooseUm Zugang zum Markt für Futures-Kontrakte zu erhalten, sollten Anleger einen Broker sorgfältig auswählen, der vollständig zugelassen und registriert ist, um solche Finanzdienstleistungen anzubieten. Anleger sollten außerdem prüfen, ob der Broker attraktive Margin- und Hebelkonditionen sowie eine benutzerfreundliche Handelsplattform mit schneller Orderausführung und mobiler Nutzbarkeit bietet. Im Folgenden sind mehrere Punkte aufgeführt, die Händler bei der Wahl eines guten Futures-Brokers beachten sollten:

Regulierung

regulationsDer Auswahlprozess eines geeigneten Brokers kann schwierig und verwirrend sein, insbesondere für weniger erfahrene Händler. Als Erstes sollten sie die rechtliche Seite des Handels prüfen, also insbesondere, ob der Broker tatsächlich zugelassen ist und als Mitglied an einer Terminbörse registriert wurde.

Der Broker sollte klar angeben, welche Aufsichtsbehörden seine Tätigkeit in den jeweiligen Ländern überwachen. In den Vereinigten Staaten von Amerika werden die Terminmärkte beispielsweise von der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) reguliert. Die CFTC ist eine unabhängige Bundesbehörde, die die Derivatemärkte des Landes beaufsichtigt, also alle Futures, Swaps und bestimmte Optionen. Im Vereinigten Königreich werden Terminbörsen und Broker von der Financial Conduct Authority (FCA) reguliert, während in Australien diese Aufgabe von der Australian Securities and Investments Commission (ASIC) wahrgenommen wird.

Margin-Anforderungen

margin-requirementsAn den Kassamärkten für Aktien können Händler in der Regel eine Margin von bis zu 50 % nutzen. Beim Handel mit Futures ist die Margin jedoch deutlich niedriger – meist zwischen 2 % und 13 % des gesamten Kontraktwerts. Viele Broker geben die Margin-Anforderungen nicht in Prozent, sondern als feste Beträge an – sie hängen von einer Vielzahl von Faktoren ab, etwa vom Wohnsitzland des Anlegers, von der Art des Basiswerts, der über den Futures-Kontrakt gehandelt wird, usw.

Die Margin-Anforderungen werden von der jeweiligen Terminbörse selbst festgelegt und beruhen auf risikobasierten Algorithmen. Anleger sollten sich jedoch bewusst sein, dass Positionen mit Hebel das Risiko immer erhöhen. Deshalb bieten einige Broker Stop-Loss-Orders und andere Formen des Schutzes für Kundengelder an.

Provisionen und Gebühren

commissions-and-feesDer Handel mit Futures ist mit verschiedenen Gebühren verbunden, die für unterschiedliche Aspekte des Geschäfts und über verschiedene Zeiträume hinweg anfallen. In der Regel sinkt die Brokerprovision, wenn große Volumina gehandelt werden. Daneben können jedoch auch Börsengebühren, Aufsichts- und Clearinggebühren sowie Gebühren für über Nacht gehaltene Positionen anfallen.

Einige Broker bieten Festpreise pro Kontrakt an, während andere komplexere Gebührenmodelle verwenden. Bei der Wahl eines Futures-Brokers sollten Händler zwar nach möglichst niedrigen Gebühren und Provisionen suchen, noch wichtiger ist jedoch, dass der Broker klar definierte Kosten und ein transparentes Preissystem hat.

Handelsplattformen

Nachdem Aktien- und Terminbörsen auf den elektronischen Handel umgestellt haben, sind die Märkte grundsätzlich für jedermann zugänglich geworden. Um Futures zu handeln, benötigen Anleger jedoch eine moderne, funktionsreiche Handelsplattform – solche Softwareplattformen erleichtern nicht nur den Handel mit verschiedenen Anlageklassen, sondern stellen häufig auch Research, Analysetools, Schulungsmaterial und Kundenservice zur Verfügung.

Es gibt verschiedene Handelsplattformen, über die Futures-Kontrakte gehandelt werden können, und die besten von ihnen unterstützen auch die mobile Nutzung. Die große Mehrheit der von Brokern angebotenen Plattformen ist über schnelle, benutzerfreundliche Mobile-Apps verfügbar, die im App Store und bei Google Play heruntergeladen werden können.

Kundensupport

customer-supportWie bereits erwähnt, benötigen Anleger, die Zugang zum Terminmarkt wünschen, einen Futures-Broker. Daher ist ein leistungsfähiger Kundensupport sehr wichtig – schließlich investieren Kunden echtes Geld und sind echten Marktrisiken ausgesetzt. Wenn sie auf ein Problem stoßen, sollten sie ihren Broker sofort erreichen können – selbst wenn es 2:00 Uhr ist. Alle seriösen Online-Broker bieten einen professionellen, mehrsprachigen Kundensupport, der rund um die Uhr, 24/7, zur Verfügung steht.