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Die Wahl des richtigen Forex-Brokers ist ebenso entscheidend wie die Entwicklung einer Handelsstrategie, und im Internet finden Sie im Wesentlichen zwei Arten von Brokern: Market Maker und No-Dealing-Desk-(NDD)-Handelsplattformen. Letztere gehören zu den beliebtesten Marken im Online-Handel, da sie eine automatische Ausführung ohne Eingreifen eines Dealing Desks bieten. Wenn Sie sich für NDD-Broker, die Faktoren, die ihnen einen Vorteil gegenüber anderen Plattformen verschaffen, und die Anbieter, die dabei besonders positiv hervortreten, interessieren, lesen Sie einfach weiter.
Unser Team hat alle unten aufgeführten Broker anhand der exklusiven Methodik von TradingPedia gründlich bewertet.
Wichtigste Merkmale der besten No-Dealing-Desk-Forex-Broker
Nachfolgend finden Sie eine Vergleichstabelle der besten No-Dealing-Desk-Forex-Broker, die von der FCA, der ASIC oder der CySEC reguliert werden. Wir bewerten sie anhand mehrerer Kriterien, darunter Regulierung, Spreads und Kommissionen, Trustpilot-Bewertung, Handelsinstrumente, Handelsplattformen sowie Ein- und Auszahlungsmethoden.
Adresse des Hauptsitzes: 1st Floor River Court, 6 St Denis Street, 11328, Port Louis, Mauritius
Was sind No-Dealing-Desk-Broker?
Intermediäre, die einen direkten Zugang zum Forex-Markt ohne Eingreifen eines Dealing Desks ermöglichen, werden als No-Dealing-Desk-Broker bezeichnet. Diese Handelsdienstleister treten – anders als klassische Market Maker, also Broker mit Dealing Desk – nicht als Gegenpartei der Trader auf. Stattdessen leiten Marken, die nach dem NDD-Modell arbeiten, Ihre Orders direkt an Liquiditätsanbieter wie Banken oder andere Finanzinstitute weiter.
Dieser Ansatz stellt sicher, dass NDD-Broker nicht an den Verlusten ihrer Trader verdienen, sodass kein Interessenkonflikt besteht. Sie fungieren als Vermittler, arbeiten transparent und erzielen ihren Gewinn über Spreads und Kommissionen.
Wie funktionieren No-Dealing-Desk-Broker?
NDD-Broker arbeiten im Wesentlichen mit zwei Modellen:
ECN (Electronic Communication Network)
Das ECN-Ausführungsmodell schafft ein Netzwerk, in dem Trader, Banken, Finanzinstitute und andere Marktteilnehmer direkt miteinander interagieren. Orders werden innerhalb dieses Netzwerks zu den besten verfügbaren Geld- und Briefkursen ausgeführt, die von den Teilnehmern gestellt werden. Trader können das Depth-of-Market-Tool nutzen, um Volumen und Preise der Kauf- und Verkaufsorders auf verschiedenen Ebenen einzusehen.
ECN-Broker eignen sich für High-Frequency-Trader und Scalper, die eine schnelle Ausführung mit minimaler Latenz und engen Spreads benötigen.
STP (Straight Through Processing)
STP-Broker leiten die Orders der Trader ohne Eingriff direkt an Liquiditätsanbieter weiter. Ihr Ansatz, das sogenannte Bridge-System, übermittelt Orders an den Interbankenmarkt oder an Liquiditätspools. Diese Broker schlagen auf ihre Spreads einen Aufschlag auf und erheben in der Regel keine Kommission. STP-Handelsmarken verlangen im Vergleich zu ECN-Brokern niedrigere Mindesteinzahlungen.
Vorteile von No-Dealing-Desk-Brokern
Nachdem Sie nun wissen, was NDD-Broker sind und wie sie arbeiten, stellen wir Ihnen ihre Vor- und Nachteile vor.
Schnelle Ausführung
NDD-Broker ermöglichen eine nahezu sofortige Ausführung von Orders, da kein zwischengeschalteter Dealing Desk am Prozess beteiligt ist. Die schnelle Ausführung stellt sicher, dass es keine Requotes gibt und das Slippage selbst in Phasen hoher Volatilität minimal bleibt. Besonders Scalper profitieren stark von der geringen Latenz und der hohen Ausführungsgeschwindigkeit.
Enge Spreads
Breite Spreads können sich negativ auf Ihre Profitabilität auswirken. NDD-Broker bieten variable Spreads, die direkt von Liquiditätsanbietern stammen, was bedeutet, dass die Spreads deutlich niedriger sind als bei Market Makern. Dadurch erhöhen sich Ihre Chancen, profitabel zu handeln.
Transparente Preisbildung
Da die Preise direkt von mehreren Liquiditätsanbietern kommen, bleibt der Prozess transparent und frei von Manipulation. Trader erhalten die jeweils genauesten Marktpreise.
Kein Interessenkonflikt
Im Gegensatz zu Market Makern mit Dealing Desk agieren NDD-Broker als reine Vermittler und handeln nicht gegen ihre Kunden. Es besteht daher kein Interessenkonflikt und kein Anreiz für den Broker, auf Praktiken wie Preismanipulation zurückzugreifen.
Nachteile von No-Dealing-Desk-Brokern
Nun sehen wir uns einige Nachteile von NDD-Brokern an.
Höhere Mindesteinzahlung
Einige NDD-Broker verlangen eine höhere anfängliche Einzahlung, was sie für Trader mit kleinem Budget weniger geeignet macht. Solche Trader müssen möglicherweise stattdessen Standard- oder Cent-Konten eröffnen.
Variable Spreads
Die Spreads bei NDD-Brokern sind nicht fix. Daher können Sie die genauen Kosten für jeden Trade nicht im Voraus bestimmen, da sich die Spreads in Phasen geringer Liquidität oder hoher Volatilität ausweiten können.
Kommissionsgebühr
NDD-Broker bieten zwar enge Spreads, erheben dafür aber häufig eine Kommission. Trader, die innerhalb eines Tages viele Positionen scalpen, sollten die Kommissionen genau im Blick behalten, da sie sich zu erheblichen Kosten summieren können.
Volatilitätsrisiko
Aufgrund der schnellen Ausführung können Ihre Orders in Phasen sehr hoher Volatilität zu weniger vorteilhaften Kursen ausgeführt werden.
Vergleich von NDD- und DD-Brokern
Der wichtigste Unterschied zwischen NDD- und DD-Brokern liegt in der Preisstellung und der Auftragsausführung. Die folgende Tabelle zeigt die zentralen Unterschiede zwischen beiden Typen.
NDD-Broker
DD-Broker
Handelskosten
Niedrig
Hoch
Orderausführung
Schnell
Langsam
Spreads
Variabel
Fix
Kommission
Ja
Nein
Geeignet für
Erfahrene Trader
Einsteiger
Interessenkonflikt
Nein
Ja
Manche Trader bevorzugen Anbieter ohne Kommissionen und mit fixen Spreads, da diese Bedingungen zu ihrem Handelsstil passen. Andere wiederum legen Wert auf enge Spreads und eine schnelle Ausführung. Mit anderen Worten: Ob Sie sich für NDD- oder DD-Broker entscheiden, hängt in erster Linie von Ihren Handelsanforderungen und Ihrem persönlichen Stil ab.
Wichtig: Auch wenn ein NDD-Modell Interessenkonflikte verringern kann, beseitigt es die Handelsrisiken nicht. Die Marktbedingungen können sich plötzlich ändern, was zu einer schnellen Ausweitung der Spreads oder zu Slippage bei Orders führen kann. Bevor Sie ein Konto kapitalisieren, sollten Sie daher stets den Regulierungsstatus des Brokers überprüfen, die Kundenvereinbarung vollständig lesen und die Ausführung auf einem Demokonto testen. Zahlen Sie niemals mehr Kapital ein, als Sie bereit sind zu verlieren, und halten Sie einen schriftlichen Handelsplan bereit, der jede Ihrer Entscheidungen leitet.
Den richtigen Broker auswählen
Auch wenn NDD-Broker mehrere Vorteile bieten, sind nicht alle Anbieter gleich gut. Vor diesem Hintergrund sollten Sie bei der Auswahl eines NDD-Brokers stets die folgenden Faktoren berücksichtigen:
Regulierung
Wenn ein No-Dealing-Desk-Broker nicht reguliert ist, sollten Sie besser Abstand nehmen. Fehlende Lizenzen deuten darauf hin, dass der Broker keiner Aufsichtsbehörde untersteht, was Sie einem höheren Betrugsrisiko aussetzen und Ihnen Schutzmechanismen wie Negativsaldoschutz, 2FA und Ähnliches vorenthalten kann. Die Lizenzen eines Brokers sind in der Regel im Footer der Website oder auf einer speziellen Seite zur Regulierung aufgeführt. Prüfen Sie stets, ob eine angegebene Lizenz gültig ist und noch nicht abgelaufen ist.
Reputation
Lesen Sie Bewertungen und Erfahrungsberichte, die ehemalige und aktuelle Kunden zu einem bestimmten Broker abgegeben haben. Die Erfahrungen anderer können Ihnen helfen, die konkreten Vor- und Nachteile eines Anbieters zu erkennen und zu beobachten, wie er auf Feedback reagiert.
Kostenstruktur
Achten Sie neben Spreads und Kommissionen auch auf versteckte Gebühren, die Broker erheben können. Möglicherweise sparen Sie bei den Spreads, zahlen dafür aber mehr für Swaps, Kontoführungsgebühren, Auszahlungsentgelte und andere Kosten.
Kundensupport
Ein guter NDD-Broker sollte einen reaktionsschnellen Kundensupport bieten, der über Live-Chat, E-Mail, Telefon und soziale Medien erreichbar ist. Chatbots sind zwar praktisch, reichen allein jedoch nicht aus; bei Bedarf sollten Sie schnell und unkompliziert einen Mitarbeiter des Support-Teams erreichen können.
Handelsplattform
Sehen Sie sich die vom Broker angebotenen Handelsplattformen genau an. Viele Broker unterstützen Drittplattformen wie cTrader und MT5, andere stellen hingegen ausschließlich eine eigene, proprietäre Plattform zur Verfügung. Es gibt auch Broker, die nur eine einzige Drittanbieter-Plattform anbieten. Daher ist es entscheidend zu prüfen, ob Ihre bevorzugte Handelssoftware verfügbar ist.
Demokonto
Testen Sie die Handelsbedingungen eines Brokers stets zunächst über ein Demokonto, bevor Sie ein Live-Konto eröffnen.
Abschließende Gedanken
No-Dealing-Desk-Broker bieten Tradern eine Reihe von Vorteilen. Niedrige Handelskosten und eine schnelle Ausführung sind besonders hervorzuheben. Zudem besteht bei NDD-Brokern kein Interessenkonflikt, was ihnen einen klaren Vorteil gegenüber Dealing-Desk-Brokern verschafft, die häufig als Gegenpartei zu Ihren Trades auftreten. Wie dargelegt, sollten Sie Ihre eigenen Handelspräferenzen sorgfältig prüfen und einen NDD-Anbieter mit zuverlässigem Kundensupport und gutem Ruf wählen.