Miro Nikolov ist Mitbegründer von TradingPedia.com und BestBrokers.com. Seine Mission ist es, Menschen dabei zu helfen, rentable Investitionen zu tätigen, indem er ihnen Zugang zu Bildungsressourcen und Analysewerkzeugen verschafft.
Afggen Butt ist ein erfahrener Redakteur und Übersetzer mit besonderem Fokus auf Investitionen, Finanzmärkte und Kryptowährungen. In seiner Arbeit verbindet er sprachliche Präzision mit einem ausgeprägten Verständnis für komplexe Finanzthemen, um Inhalte klar, fundiert und für ein deutschsprachiges Publikum verständlich aufzubereiten.
Für viele Forex-Enthusiasten ist der Hebel ein entscheidender Bestandteil ihrer Handelsstrategie. Wenn Sie ein Hebelverhältnis von 1:50 bevorzugen, sollten Sie sich unser Ranking der führenden Forex-Broker ansehen, die einen Hebel von bis zu 1:50 anbieten.
Im Folgenden finden Sie eine Vergleichstabelle von FX-Brokern, die einen Hebel von 1:50 anbieten. Wir haben sie nach mehreren Faktoren eingestuft, darunter Regulierung, Spreads und Kommissionen, Trustpilot-Bewertung, Handelsinstrumente, Handelsplattformen, Einzahlungsoptionen und Auszahlungsmethoden.
Unser Team hat alle unten aufgeführten Broker gründlich anhand der exklusiven Methodik von TradingPedia bewertet.
Wichtigste Merkmale der besten Forex-Broker mit 1:50-Hebel
Adresse des Hauptsitzes: 1st Floor River Court, 6 St Denis Street, 11328, Port Louis, Mauritius
Der Hebel gehört zu den grundlegenden Konzepten, die jeder angehende Forex-Trader verstehen muss. Er bestimmt, wie viel Geld Sie beim Handel – abhängig von Ihrer Strategie und den Marktbewegungen – gewinnen oder verlieren können. Viele Broker bieten gehebelten Handel an, die genauen Höchsthebel hängen jedoch von den Richtlinien des Brokers, seiner Lizenzierung und den Instrumenten ab, die Sie handeln möchten.
Doch was genau ist ein Hebel? Der Begriff wird im Finanzbereich häufig verwendet und bezieht sich auf verschiedene Techniken, bei denen für eine Investition geliehene Mittel oder Fremdkapital statt des eigenen Kapitals des Anlegers eingesetzt werden.
Beim Handel mit Hebel kann ein Trader Volumina kontrollieren, die mit seinem eigenen Kapital nicht möglich wären. Kurz gesagt: Indem sie den von Forex-Brokern angebotenen Hebel nutzen, leihen sich Trader Mittel, um die potenziellen Gewinne aus einer erfolgreichen Transaktion zu vervielfachen.
Das klingt verlockend, weil erfolgreiche Trades zu erheblichen Gewinnen führen können. Ein höherer Hebel bringt jedoch auch ein höheres Risiko mit sich, da die potenziellen Verluste einer Position ebenfalls verstärkt werden. Deshalb sollten Trader einen Forex-Broker sorgfältig auswählen und den ihnen gebotenen Konditionen stets große Aufmerksamkeit schenken.
Wichtig: Auch wenn ein Hebel von 1:50 Ihre Kaufkraft erhöhen kann, bedenken Sie, dass er zugleich jeden Pip verstärkt, den sich der Markt gegen Sie bewegt. Bevor Sie Kapital einsetzen, berechnen Sie Ihre erforderliche Margin, setzen Sie konservative Stop-Loss-Orders und stellen Sie sicher, dass Ihr Broker einen Schutz vor Negativsalden bietet. Ein disziplinierter Ansatz, der Chance und Risiko in Einklang bringt, ist entscheidend – andernfalls kann schon eine einzige ungünstige Marktbewegung Ihr Konto schneller aufzehren, als Sie erwarten.
Was ist finanzielle Hebelwirkung?
Wie oben bereits erwähnt, kann sich der Begriff Hebel auf verschiedene Methoden beziehen, Vermögenswerte mit Fremdkapital statt mit neuem Eigenkapital zu erwerben und so einen übermäßigen Einsatz von Eigenmitteln zu vermeiden. Er gehört zu den am häufigsten genutzten Instrumenten im Online-Handel.
Um besser zu verstehen, wie finanzielle Hebelwirkung im Handel eingesetzt wird, müssen wir zunächst ihre Grundlagen betrachten. Die meisten Forex- und CFD-Broker sind Broker-Dealer und fungieren als Vermittler zwischen ihren Kunden und dem Markt. Wenn Trader eine gehebelte Position eröffnen, erhalten sie den Hebel von ihrem Broker. Mit anderen Worten: Sie leihen sich Kapital, das ein Vielfaches ihres eigenen Kapitals beträgt. Die Höhe des Hebels wird als Verhältnis der Kundengelder zum vom Broker geliehenen Kapital angegeben: 1:2, 1:5, 1:10, 1:50 oder 1:100.
Mit einem Hebel von 1:50 und einer Investition von nur 100 $ kann ein Trader eine Position im Wert von 5.000 $ eröffnen. Es gibt zwei mögliche Hauptszenarien:
Der Trade ist gewinnbringend: In diesem Fall wird das Geld nicht zwingend vom Broker gezahlt. Stattdessen stammt es von der Gegenpartei im Handel, bei der es sich um eine andere Person, eine Bank oder – im Fall eines Market Makers, der den Auftrag des Traders nicht weitergeleitet hat – auch um den Broker handeln kann.
Der Trade endet mit Verlust: Verliert der Trader, werden die verlorenen Mittel von seinem Kontostand abgebucht.
Wie Sie sehen, fungieren Broker, die keine Market Maker sind, lediglich als Vermittler. In jedem Fall verstärkt ein Hebel von 1:50 sowohl Gewinne als auch Verluste im Vergleich zum Handel ohne Hebel um den Faktor 50.
Wie funktioniert der Hebel im Forex-Handel?
Im Forex-Handel funktioniert der Hebel auf recht einfache Weise, und wer bereits Erfahrung mit Hebeln beim Handel anderer Anlageklassen hat, wird kaum Unterschiede zu seiner Verwendung am Devisenmarkt feststellen. Es ist jedoch erwähnenswert, dass Trader beim Forex-Handel häufig deutlich höhere Hebel bevorzugen.
So schreiben europäische Aufsichtsbehörden beispielsweise vor, dass Privatkunden nur Hebel von maximal 1:30 nutzen dürfen, während einzelne Aktien nur mit einem Hebel von bis zu 1:5 gehandelt werden können.
Der Devisenmarkt ist gemessen am Handelsvolumen der größte Markt der Welt, und typische Transaktionen am Interbankenmarkt reichen von mehreren Hunderttausend bis zu mehreren Millionen Dollar. Im April 2019 belief sich das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen an den Forex-Märkten laut Bank für Internationalen Zahlungsausgleich auf 6,6 Billionen $. Die Teilnehmer an diesen Geschäften sind meist Banken, internationale Unternehmen und Hedgefonds, was darauf hindeutet, dass die hohen Transaktionsvolumina für die meisten privaten Kleinanleger schlicht zu groß sind.
Gleichzeitig ist der FX-Handel in den vergangenen Jahrzehnten durch die Entwicklung vollständig digitaler Handelssysteme und Echtzeit-Onlineplattformen auch für Privatpersonen zugänglich geworden. Um am dezentralen Forex-Markt zu handeln, registrieren sich Kleinanleger einfach bei einem Forex-Broker, der ihre Orders an den Markt weiterleitet. Die Nutzung von Hebeln ist jedoch ein grundlegender Bestandteil dieses Prozesses, da sie es Einzelpersonen ermöglicht, erhebliche Volumina zu handeln, während sie nur einen Teil des Transaktionswertes bereitstellen.
Der Ablauf ist recht einfach. Forex-Broker verlangen eine bestimmte Einzahlung, um ihren Kunden einen Hebel von dem 10-, 50- oder 100-Fachen ihres Kapitals zur Verfügung zu stellen. Diese Einzahlung wird als „erforderliche Margin“ bezeichnet und soll potenzielle Verluste im Fall eines Fehlschlags abdecken.
Der Hebel ermöglicht es dem Kunden, Transaktionen durchzuführen, die deutlich größer sind, als er sich normalerweise leisten könnte. Wenn Sie beispielsweise die Dienste eines Brokers mit einem Hebel von 1:50 nutzen, müssen Sie lediglich 2.000 $ investieren, um eine Position im Wert von 100.000 $ zu eröffnen. Damit beträgt die Margin-Anforderung 2.000 $ bzw. 2 % des gesamten Transaktionswerts.
Verläuft der Trade positiv, wird der Gewinn auf Basis des Gesamtwerts berechnet, sodass Trader mit einer Einzahlung von 2.000 $ realistisch mehrere Tausend Dollar verdienen können. Fällt der Trade hingegen negativ aus, verliert der Kunde aufgrund des Hebels denselben Betrag. Daher wird der Hebel oft als zweischneidiges Schwert bezeichnet – er kann sowohl Gewinne als auch Verluste vervielfachen.
Ist ein Hebel von 1:50 für Sie geeignet?
Die Entscheidung, welchen konkreten Hebel Sie im Devisenhandel einsetzen, kann schwierig sein. Dabei sollten mehrere wichtige Faktoren berücksichtigt werden.
Zunächst müssen Sie prüfen, ob ein Hebel von 1:50 für Sie überhaupt verfügbar ist. Europäische Broker begrenzen den Hebel für Privatkunden beispielsweise auf Werte unter 1:50, wobei die höchste verfügbare Option 1:30 (für wichtige Forex-Paare) ist. Wenn Sie also nicht vorhaben, professioneller Trader zu werden oder ein Konto bei einem Offshore-Broker zu eröffnen, können Sie keinen Hebel von 1:50 nutzen.
Wenn Sie Zugang zu einem Hebel von 1:50 haben, sollten Sie bei der Entscheidung, ob dieses Hebelverhältnis für Sie geeignet ist, Ihr allgemeines Verständnis der Finanzmärkte und Ihre Fähigkeiten berücksichtigen. Planen Sie beispielsweise den Handel mit Forex, haben aber noch wenig Erfahrung am FX-Markt, ist es ratsam, zunächst mit einem geringeren Hebel zu arbeiten. Sind Sie hingegen ein erfahrener Trader, kann ein Hebel von 1:50 geeignet sein.
Weitere Faktoren, die Sie berücksichtigen müssen, sind Ihr Startkapital, Ihre Risikotoleranz und die Frage, ob ein Hebel von 1:50 zu Ihrem Handelsstil und Ihrer Strategie passt. Daytrader können beispielsweise einen Hebel von 1:50 oder sogar höher nutzen, um von kleinen Kursbewegungen bei Währungen zu profitieren.
Regulierung
Früher konnten Forex-Trader weltweit problemlos Hebel von bis zu 1:1000 nutzen. In den vergangenen Jahren haben Änderungen der nationalen und internationalen Regulierung den maximal zulässigen Hebel für Privatkunden in vielen Rechtsordnungen begrenzt.
Finanzaufsichtsbehörden, insbesondere in den Vereinigten Staaten und in Europa, haben verschiedene Maßnahmen eingeführt, um den Kundenschutz im Bereich des Online-Handels zu stärken, insbesondere wenn es um risikoreiche Produkte wie CFDs und andere Derivate geht.
So beträgt der maximal zulässige Hebel in den USA beispielsweise 1:50, während Privatanleger in der EU bei Hauptwährungspaaren einen Hebel von bis zu 1:30 nutzen können. Die übrigen von der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) eingeführten Beschränkungen sehen wie folgt aus:
Forex-Hauptpaare: 1:30
Nebenwährungspaare, Gold, wichtige Indizes: 1:20
Rohstoffe außer Gold, Nebenindizes: 1:10
Einzelaktien: 1:5
Kryptowährungen: 1:2
Anfangskapital
Viele Forex-Trader glauben, sie müssten zur optimalen Nutzung ihrer kleinen Einzahlungen stets den maximal angebotenen Hebel verwenden. Dies ist ein verbreiteter Irrtum, der häufig zum Verlust des gesamten Handelskapitals führt. Verschiedene Broker bieten Privatkunden Mikrokonten an, bei denen die Mindesteinzahlung lediglich 50 $ beträgt. In der Regel richten sich solche Konten an weniger erfahrene Trader, die sich beim Währungshandel keine Einsätze in Tausenderhöhe leisten können.
Ein Standardlot von 100.000 Währungseinheiten ist für solche Kunden selbstverständlich unerreichbar, weshalb Broker ihnen häufig erlauben, Positionen mit 0,01 Lot im Wert von 1.000 $ zu eröffnen. Mit einem Hebel von bis zu 1:50 kann der Trader Volumina von 2.500 $ kontrollieren (50 $ × 50 = 2.500 $).
Sogar ein geringerer Hebel von 1:20 würde ausreichen, um einen solchen Trade zu eröffnen. Wer sich jedoch für ein Hebelverhältnis von 1:50 entscheidet, maximiert die potenziellen Gewinne aus der Transaktion – handelt jedoch gleichzeitig mit dem höchstmöglichen Risiko.
Handelsstrategie
Es gibt zahlreiche Arten von Handelsstrategien, die für den Kauf und Verkauf von Währungspaaren entwickelt wurden. Darüber hinaus lassen sich diese Strategien anpassen, und viele Trader entwickeln ihre eigenen Techniken auf Basis fundamentaler oder technischer Analyse. Eines der wichtigsten Dinge, die sich Trader merken sollten, ist: Je länger sie planen, eine Position offen zu halten, desto geringer sollte der eingesetzte Hebel sein.
Daher wird ein Hebel von 1:50, der für Einsteiger recht hoch ist, vor allem von Daytradern und Scalpern bevorzugt. Sie halten in der Regel mehrere Positionen gleichzeitig offen, allerdings nur für sehr kurze Zeit (im Fall des Scalping oft nur wenige Sekunden), was ihnen ermöglicht, auf maximale Gewinne abzuzielen.
Vorteile eines Hebels von 1:50 im Forex-Handel
Ein Hebel von 1:50 kann ein wirksames Instrument sein, um das Potenzial eines Traders im Forex-Handel zu steigern. Zu seinen Vorteilen gehört, dass er Privatkunden mit Mini- und Mikrokonten ermöglicht, größere Volumina am Devisenmarkt zu handeln.
Ein weiterer wesentlicher Vorteil der Nutzung eines Hebels von 1:50 ist, wie stark er den Betrag vergrößern kann, den man aufbauen kann. Erfolgreicher Handel mit Hebel erfordert selbstverständlich eine Kombination aus Risikomanagement-Techniken, einer guten Handelsstrategie und einem tiefen Verständnis des Marktes, kann in den richtigen Händen jedoch ein äußerst wirkungsvolles Instrument sein.
Risiken bei der Nutzung eines Hebels von 1:50
Auch wenn ein Hebel von 1:50 im Forex-Handel Vorteile bietet, ist diese Option mit bestimmten Risiken verbunden. In erster Linie setzen Sie sich mit einem Hebel dieser Größenordnung einem höheren Risiko erheblicher Verluste aus. Schon kleine Marktbewegungen können dazu führen, dass Sie mehr verlieren, als Sie ursprünglich auf Ihr Konto eingezahlt haben. Daher sind Risikomanagement-Instrumente wie Stop-Loss-Orders und ein Schutz vor Negativsalden von entscheidender Bedeutung.
Zudem kann es – je nach Wohnsitz – vorkommen, dass Personen, die mit einem Hebel von 1:50 handeln möchten, auf Broker ausweichen müssen, die nicht von ihrer lokalen Finanzaufsicht lizenziert sind. In diesem Fall laufen sie Gefahr, Opfer von Betrug oder unfairen Handelspraktiken zu werden, wenn es ihnen nicht gelingt, einen seriösen Broker zu finden.
Selbst wenn Sie sich für Anbieter mit Lizenzen internationaler Aufsichtsbehörden entscheiden, haben Sie möglicherweise keinen Anspruch auf Vorteile wie einen Schutz vor Negativsalden. Jeder, der diesen Weg in Erwägung zieht, sollte daher die Risiken sorgfältig abwägen, sicherstellen, dass er einen Broker mit Lizenz einer anderen angesehenen Aufsichtsbehörde wählt, und darauf vorbereitet sein, auf bestimmte Schutzmechanismen zu verzichten.