Wie man ein Forex-Konto eröffnet

Verfasst von Miro Nikolov
Miro Nikolov ist Mitbegründer von TradingPedia.com und BestBrokers.com. Seine Mission ist es, Menschen dabei zu helfen, rentable Investitionen zu tätigen, indem er ihnen Zugang zu Bildungsressourcen und Analysewerkzeugen verschafft.
, | Übersetzt von Afggen Butt
Afggen Butt ist ein erfahrener Redakteur und Übersetzer mit besonderem Fokus auf Investitionen, Finanzmärkte und Kryptowährungen. In seiner Arbeit verbindet er sprachliche Präzision mit einem ausgeprägten Verständnis für komplexe Finanzthemen, um Inhalte klar, fundiert und für ein deutschsprachiges Publikum verständlich aufzubereiten.
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forex_accountDer Forex-Handel ist eine spannende Tätigkeit, die von Millionen Menschen weltweit betrieben wird. Er kann durchaus profitabel sein, doch eine wichtige Frage bleibt: Kann jeder ein Forex-Handelskonto eröffnen und sofort mit dem Kaufen und Verkaufen beginnen?

Nun, ja – der Devisenmarkt steht grundsätzlich allen offen, und die Eröffnung eines Handelskontos ist relativ unkompliziert. Dennoch sollten angehende Trader einige wichtige Punkte bedenken, bevor sie in die Welt des Forex-Handels einsteigen.

Zunächst können Privatpersonen auf den Devisenmarkt nur über ein professionelles Brokerhaus zugreifen. Einen seriösen Broker zu finden, der zu den eigenen Bedürfnissen passt, kann insbesondere für Einsteiger schwierig wirken, da Tausende von Anbietern um Aufmerksamkeit konkurrieren. Mit gründlicher Recherche wird diese Aufgabe jedoch gut beherrschbar.

Sobald Trader einen geeigneten Online-Broker gefunden haben, der Forex-Handel anbietet, müssen sie sich über einen Prozess anmelden, der dem Eröffnen eines gewöhnlichen Bankkontos ähnelt.

Registrierung eines Forex-Handelskontos

forex sign upWährungspaare gewinnbringend zu handeln erfordert Wissen und Können, doch der erste Schritt besteht darin, ein Konto bei einem Online-Forex-Broker zu eröffnen. Broker unterscheiden sich teils erheblich, doch es ist immer am besten, ein Unternehmen zu wählen, das sowohl lizenziert als auch reguliert ist. Seriöse Broker nehmen nicht einfach jeden Kunden an – sie müssen die Identität jedes Kunden überprüfen und sicherstellen, dass sich der Trader die Teilnahme leisten kann, da der Forex-Handel mit erheblichen Risiken verbunden ist.

Persönliche Angaben

personal-informatiUm ein Konto bei ihrem gewählten Broker zu registrieren, müssen Trader ausführliche persönliche Angaben machen. Dazu gehören in der Regel vollständiger Name, Geburtsdatum, Wohnanschrift, Staats- oder Wohnsitzland, E-Mail-Adresse und Telefonnummer.

Auch wenn dies wie eine übliche Online-Registrierung klingt, verlangen Forex-Broker zusätzlich Angaben zum Beschäftigungsstatus, zur Steuer-ID, zur Steueridentifikationsnummer (TIN) oder zur Sozialversicherungsnummer. Trader müssen außerdem ihre bevorzugte Kontowährung angeben – in der Regel ihre Landeswährung. Schließlich werden sie aufgefordert, ein Passwort für das Handelskonto zu erstellen; starke Passwörter (mindestens sechs Zeichen, darunter Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen) werden empfohlen.

Finanzielle Angaben

financial-informationIn den meisten Fällen müssen Personen, die ein Handelskonto eröffnen möchten, zusätzlich mehrere finanzbezogene Fragen beantworten. Der Broker muss das Nettovermögen und das Jahreseinkommen des Traders kennen und stellt häufig einen kurzen Fragebogen zu Finanzwissen, Handelserfahrung und Anlagezielen bereit.

Dies mag übertrieben erscheinen, doch Broker müssen diese Informationen erheben, um die lokalen Finanzvorschriften einzuhalten. Nicht alle Länder beaufsichtigen Forex-Broker in gleicher Weise – in Europa, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten sind die Regeln zum Beispiel sehr streng. Offshore-Broker hingegen unterliegen häufig einer lockeren Aufsicht, weshalb sie Kundengelder meist leichter annehmen und Konten schneller eröffnen. Leider bieten solche Unternehmen selten ausreichende Sicherheit oder einen wirksamen Schutz für Kundengelder.

Verifizierungsprozess und Dauer

verification-processNachdem Trader das Registrierungsformular übermittelt haben, verarbeitet der Broker die Angaben. Forex-Broker fordern in der Regel zusätzliche Unterlagen an. Einige Trader empfinden dies als lästig, doch es ist ein wesentlicher Bestandteil des Verifizierungsprozesses. Kunden müssen üblicherweise eine Kopie ihres Reisepasses, eines amtlichen Ausweises oder Führerscheins vorlegen. Als Adressnachweis ist zudem eine aktuelle Versorgerrechnung hochzuladen.

Das Zusammenstellen dieser Unterlagen kann den Prozess verlangsamen, doch die meisten Konten werden innerhalb von ein bis zwei Werktagen verifiziert und freigeschaltet. Dieser Zeitraum ist angemessen – die Eröffnung eines Forex-Handelskontos ist ein ernst zu nehmender Schritt. Der Handel am Forex-Markt birgt reale finanzielle Risiken, worauf die Risikohinweise hinweisen, die Broker auf ihren Websites veröffentlichen.

Wichtig: Überprüfen Sie stets, ob Ihr gewählter Broker von einer anerkannten Finanzaufsicht lizenziert ist und Kundengelder auf segregierten Konten verwahrt werden. Regulierung allein beseitigt nicht jedes Risiko, verringert jedoch die Wahrscheinlichkeit von Betrug, Veruntreuung oder plötzlicher Insolvenz erheblich. Lesen Sie vor einer Einzahlung die Rechtsdokumente des Brokers, vergewissern Sie sich, dass ein Negativsaldoschutz angeboten wird, und stellen Sie sicher, dass Sie die Margin-Richtlinien vollständig verstehen. Diese Schritte können Ihnen viel Zeit, Geld und Stress ersparen.

Kontotypen

forex account typesEin weiterer wichtiger Schritt besteht darin, den Kontotyp zu wählen, der am besten zu den Bedürfnissen eines Traders passt – abhängig vom Wissen über den Forex-Markt, dem Startkapital und den persönlichen Zielen. Beim Handel mit Aktien eröffnen Anleger in der Regel entweder ein Bar- oder ein Margin-Konto, während im Forex-Bereich jedes Kundenkonto den sogenannten „Handel auf Margin“ ermöglicht – also den Einsatz geliehener Mittel, um Positionen zu steuern, die den eigenen Kontostand übersteigen.

Daneben gibt es jedoch mehrere weitere Arten von Forex-Konten. Sie unterscheiden sich in erster Linie hinsichtlich der Mindesthandelsgröße, doch beginnen wir mit den grundlegendsten Varianten: Demokonten und Live-Konten.

Demokonten vs. Live-Konten

demo-vs-live-trading-accountsNahezu jeder Forex-Broker bietet diese beiden Kontotypen an, die sich in einem wesentlichen Punkt unterscheiden – das Demokonto ermöglicht simulierten Handel mit virtuellem Guthaben, während das Live-Konto mit echtem Geld kapitalisiert werden muss und den tatsächlichen Handel am Devisenmarkt erlaubt. Da das Live-Konto selbsterklärend ist, konzentrieren wir uns hier auf die Demoversion.

Viele Trader überspringen diesen ersten Schritt und übersehen dabei den Lerneffekt eines risikofreien Kontos. Die Eröffnung eines Demokontos erfordert in der Regel nur grundlegende persönliche Angaben und dauert lediglich wenige Minuten. Ist das Konto eingerichtet, können Nutzer die Plattform erkunden, Positionen mit virtuellem Guthaben eröffnen, Strategien testen und deren Wirkung unter realen Marktbedingungen beobachten.

Da kein echtes Geld eingesetzt wird, sind die Finanzen des Traders nicht in Gefahr. Ein Demokonto ist daher eine hervorragende Möglichkeit für Einsteiger, in den Devisenmarkt einzusteigen und die Grundlagen erfolgreichen Handels zu erlernen.

Standard-, Mini- und Micro-Konten

standard-mini-and-micro-accountsWie oben erwähnt, bieten die meisten Broker mindestens zwei Kontostufen an, die sich nach der minimalen und maximalen Handelsgröße richten. Anders ausgedrückt: Mini-Konten richten sich an Trader mit geringerer Anfangseinlage, während Standard-Konten für solche mit mehr Kapital geeignet sind. Die Wahl sollte nicht nur vom verfügbaren Kapital abhängen, sondern auch von der individuellen Risikotoleranz und der Zeit, die der Trader dem Markt widmen möchte.

Das am weitesten verbreitete Konto ist die Standardvariante, die den Handel mit Standard-Lots und einer üblichen Hebelwirkung erlaubt. Ein Lot ist die kleinste handelbare Mengeneinheit einer Währung; ein Standard-Lot entspricht 100.000 Einheiten – also 100.000 $, wenn Sie US-Dollar handeln. Ein Mini-Lot umfasst 10.000 Einheiten, ein Micro-Lot 1.000 Einheiten. Mit Mini-Konten können Kunden Mini-Lots handeln, während Micro-Konten noch kleinere Transaktionen ermöglichen.

Jeder Kontotyp hat zudem eine Mindesteinlage, die je nach Broker variiert. So können Micro-Konten beispielsweise ein Mindestguthaben von 100 $ erfordern. Für ein Mini-Konto können 500 $ oder 1.000 $ verlangt werden, während Standard-Konten häufig 10.000 $ oder mehr voraussetzen.

Verwaltete Konten

managed-forex-accountsVerwaltete Konten sind im Aktienhandel weit verbreitet, insbesondere bei vermögenden Anlegern oder solchen, die ein Vermögensverwaltungsunternehmen beauftragen. In einem verwalteten Konto wird das Portfolio zwar von einem professionellen Investmentunternehmen verwaltet, das Kapital bleibt jedoch Ihr Eigentum, während Broker, Finanzberater oder Händler die Kauf- und Verkaufsentscheidungen umsetzen.

Für viele Forex-Trader wirkt dieses Modell kontraintuitiv, da selbst ein Profi Geld verlieren kann. Daher gibt es Vorschriften, die Kundengelder vor Fehlverwaltung schützen sollen. Verwaltete Konten lassen sich im Allgemeinen in zwei Kategorien einteilen: Sammelkonten, bei denen Trader in ein gemeinsames Portfolio ähnlich einem Investmentfonds investieren, und individuelle bzw. separat verwaltete Konten.

Auch wenn diese Konten professionelle Betreuung bieten und das tägliche Risiko senken können, gehen sie mit höheren Kosten einher. Kontoverwalter berechnen Gebühren, die entweder pauschal oder prozentual am Portfoliowert angesetzt werden und in manchen Fällen mehrere Tausend US-Dollar pro Jahr übersteigen können. Zudem sind verwaltete Konten eher auf Vermögensverwaltung als auf aktiven Forex-Handel ausgelegt.

Islamische Konten

islamic-accountsEinige Forex-Broker bieten eine Handelsoption an, die als islamisches Konto bekannt ist. Diese auch als Swap-freie Konten bezeichneten Modelle richten sich an Muslime, die am Devisenmarkt teilnehmen möchten, ohne gegen islamische Grundsätze zu verstoßen. Nach der Scharia ist Wucher – also das Verleihen von Geld gegen Zinsen – verboten. Gewinne, die ausschließlich aus Zinsen stammen, sind demnach nicht zulässig.

Broker berechnen für Positionen, die über Nacht offen bleiben, üblicherweise eine Kommission oder Rollover-Zinsen. Bei islamischen Konten entfallen diese Zinszahlungen.

Ein Forex-Handelskonto kapitalisieren

funding-a-forex-trading-accountSobald das Konto freigeschaltet und verifiziert ist, können Trader am Forex-Markt mit dem Kauf und Verkauf beginnen. Zunächst müssen sie das Konto jedoch mit Kapital ausstatten; andernfalls bleiben sie auf simulierten Handel mit virtuellem Guthaben beschränkt.

Kontobasiswährung

account-base-currencyEiner der ersten Punkte, die bei der Eröffnung eines Forex-Kontos zu beachten sind, ist die angebotene Basiswährung. Dies ist die Währung, in der das Konto geführt wird, und seriöse Broker unterstützen in der Regel mehrere Optionen wie USD, EUR oder GBP.

Einige Anbieter stellen eine noch breitere Auswahl zur Verfügung, insbesondere wenn sie in Ländern mit anderen Landeswährungen tätig sind oder sich auf bestimmte Regionen konzentrieren. Kanadische Broker wickeln Zahlungen beispielsweise häufig in CAD ab, während japanische Broker JPY akzeptieren. Kunden können jede unterstützte Währung wählen, doch am sinnvollsten ist es in der Regel, die Währung des eigenen Bankkontos oder der eigenen Kreditkarte zu verwenden, um Umrechnungsgebühren zu vermeiden.

Zahlungsmethoden

payment-methodsEin weiterer zu berücksichtigender Punkt ist die Bandbreite der verfügbaren Zahlungsmethoden. Für viele Nutzer ist der finanzielle Aspekt des Tradings entscheidend; um mit dem Handel zu beginnen, müssen sie Geld über einen sicheren und verlässlichen Zahlungsweg einzahlen.

Nahezu alle Forex-Broker unterstützen klassische Einzahlungswege wie Überweisung, Online-Banktransfer sowie Kredit- oder Debitkarten. Kreditkarten von Visa, Mastercard und American Express sind besonders beliebt, da die meisten Menschen mindestens eine besitzen und Transaktionen damit schnell, sicher und zuverlässig abgewickelt werden. Auszahlungen auf eine Karte dauern in der Regel bis zu drei Tage, während Banküberweisungen mehr als eine Woche in Anspruch nehmen können.

Eine immer beliebtere Option ist das E-Wallet – eine moderne, schnelle und sichere Möglichkeit, online Geld zu senden oder zu empfangen. Zu den bekanntesten E-Wallets zählen PayPal, Neteller und Skrill, die in den meisten Regionen der Welt akzeptiert werden.

Hebelwirkung und Margin-Anforderungen

leverage-and-margin-requirementsBei der Eröffnung eines neuen Kontos sollten Trader zwei grundlegende Begriffe verstehen: Margin und Hebelwirkung. Diese Bezeichnungen werden manchmal synonym verwendet, bedeuten jedoch nicht dasselbe.

Die Margin ist der Teil des Kapitals, den Trader während einer offenen Position auf ihrem Konto vorhalten müssen, um potenzielle Verluste abdecken zu können. Die Hebelwirkung hingegen steht für die Mittel, die Broker bereitstellen, um mögliche Gewinne zu vervielfachen. Anders ausgedrückt: Durch den Hebel können Trader eine deutlich größere Position kontrollieren, als es ihr eigenes Kapital allein erlauben würde.

Jeder Kontotyp – Standard-, Mini- oder Micro-Konto – weist eigene Bedingungen in Bezug auf Hebel und Margin auf. Standard-Konten bieten in der Regel einen höheren Hebel, während Mini- und Micro-Konten mit einem niedrigeren Hebel (bis zu 1:5 oder 1:10) und höheren Margin-Anforderungen arbeiten.

Wo sich ein Forex-Konto eröffnen lässt

where to open forex accountManche Trader fühlen sich möglicherweise von einem Broker angezogen, der mit niedrigen Preisen, großzügigen Boni und scheinbar besseren Handelsbedingungen wirbt und bei der Registrierung nur wenige Angaben verlangt. Dennoch sollten sie sich nicht vorschnell anmelden; die Website oder das Unternehmen könnte unseriös sein. In vielen Fällen sind solche Broker entweder gar nicht lizenziert – das heißt, sie unterliegen keinen nationalen oder internationalen Vorschriften – oder sie verfügen über eine Lizenz aus einer Gerichtsbarkeit mit zweifelhaftem Ruf.

Solche Broker können als reine Betrugsmaschen agieren, sodass Trader Gefahr laufen, Opfer eines Betrugs zu werden. Zahlreiche Fälle sind dokumentiert, und diese Systeme werden so lange bestehen, wie Menschen weiterhin Geld einzahlen. Wenn Ihnen bei einem Broker etwas verdächtig vorkommt, suchen Sie einfach nach einem anderen, vertrauenswürdigeren Anbieter.

Der letzte Schritt der Registrierung umfasst üblicherweise Risikoaufklärungen und Warnhinweise. Trader sollten diesen Abschnitt ernst nehmen, da Forex für Einsteiger als eine der anspruchsvollsten Anlageformen gilt. Der Markt ist sehr risikoreich, insbesondere für Personen, die seine Funktionsweise und Regeln nicht genau verstehen. Begeisterte, aber unerfahrene Trader können innerhalb weniger Stunden Geld verlieren.